C

c. descr., cum descriptione: mit Beschreibung
c. ic., cum icone: mit Abbildung
calciphil: kalkhaltigen Boden (pH-Wert über 6,5) liebend (→ acidophil, neutrophil)
Calluna: Heidekraut, Besenheide
cantharelloid: (Fruchtkörpertyp) nach Art der Leistlinge, d. h. gestielt mit Hut, an dessen Unterseite sich herablaufende Leisten befinden
Capillitium, Kapillitium, Pl. Capillitien: Innengerüst in der Gleba von Bauchpilzen aus wirr liegenden, dickwandigen, sterilen Hyphen, die beim Zerfall der Gleba im Sporenpulver erhalten bleiben; ± elastisch, oft hygroskopisch und der Sporenausstreuung dienend; von den übrigen Hyphen unterschieden durch ihre meist dunklere Färbung; oft fadig oder röhrig, selten auch bandartig

Man unterscheidet drei Typen:

1. Bovista-Typ: bestehend aus einzelnen, isolierten Faserflocken mit jeweils einem deutlichen Hauptstamm, der sich nach beiden Seiten durch mehrfache Gabelung schnell verjüngt
2. Lycoperdon-Typ: bestehend aus einem zusammenhängenden Geflecht verzweigter Hyphen
ohne Haupstamm; einzelne, frei darin vorkommende Fäden werden Elateren genannt
3. Übergangstyp: das Capillitium ist nur teilweise in isolierte Flocken aufgelöst; es finden sich hauptstammartige Partien, teilweise durch ihre Äste miteinander verbunden (→ Paracapillitium)
 

Carotinoide; Karotinoide: gelbe und rote Farbstoffe (z. B. in Gallertpilzen oder in den Paraphysen bestimmter Ascomyceten)
Carpinus: Hainbuche, Weißbuche
Carpophor, Carposom: Fruchtkörper allgemein
Castanea: Edelkastanie
Cathahymenium: Hymenium von Basidiomyceten, das zuerst Zystiden und erst später die Basidien bildet (vor allem bei Krustenpilzen)
Caulozystide:→ Zystiden
Cecidium: → Pilzgalle
Cerasus: Kirschbaum
Cedrus: Zeder
cf., cfr: → confer
chagriniert: fein aufgerauht wie Wildleder
Cheilozystide: → Zystide
chiastisch: → Basidie
Chiastobasidie: → Basidie
Chorologie: Arealkunde; Wissenschaft der räumlichen Verbreitung von Organismen
Chromosomen: Träger der Vererbungseigenschaften; befinden sich im Zellkern und sind anfärbbar
Chrysobasidie: → Basidien
Chrysohyphen: → Hyphen
Chrysosozystide: → Zystiden
Cilie: Wimper, d.h. ungegliederte, nicht inkrustierte, spindelige bis langgezogen schlank flaschenförmige Hyphenendung an den Lamellenschneiden bestimmter Russula-Arten, die sich im Gegensatz zu den Zystiden mit Sulfovanillin nicht färben läßt
Cirrhus, Pl Cirrhi: aus einem → Ostiolum austretende, schnurartig durch Schleim verklebte Sporenmasse
Clamydospore: Dauerspore; ungeschlechtliche, aus einer HyphenverdickUng und -abschnürung entstehende Spore (Konidie) der Ascomyceten, oft mit verdickter oder doppelter Wand (daher auch als Mantelspore bezeichnet); der Überbrückung schlechter Entwicklungsmöglichkeiten dienend
clavat: keulig
cleistocarp; kleistokarp: Ascomycet, der → Cleistothecien ausbildet
Cleistothecium, Kleistothecium: geschlossener Ascomyceten-Fruchtkörper ohne spezielle Mündungsöffnung; bei Reife platzen die Fruchtkörper durch Verwitterung unregelmäßig auf, die Fruchtkörperwandung wird chemisch zersetzt oder die Sporen werden durch Tierfraß verbreitet (z.B. Eurotiales, Endogonales, Elaphomyces)
Cleptotypus: → Typisierung
Clypeus, Klypeus: stromatisches Deckgewebe bei Ascomyceten, welches das Hymenium überlagert und sich bei Reife meist deckelförmig abhebt
Code: → Botanischer Code
coll., collegit: gesammelt von ...
Collar, Kollar:

1. Allgemein: ringartig-kragenförmige Struktur (z.B. bei Geastrum striatum unterhalb der Endoperidie)
2. hülsenartiger Halsring, an dem die Lamellen enden, bevor sie den Stiel erreichen können (z.B. Marasmius rotula) → Pseudocollar
3. veralteter Begriff fur eine filzig-wollige Verbindung der Lamellen an der Anwachsstelle am Stiel, wo die Lamellen in einem Scheibchen enden

 

collin; kollin: → Höhenstufen
collectivum nomen: (= sensu lato) Name fur eine Sammelart, d.h. Artname, unter dem schwer unterscheidbare, noch nicht restlos geklärte Arten zusammengefaßt werden
Columella: Mittelschopf; säulenförmiges, zentrales Geflecht aus sterilen Hyphen im Inneren von Bauchpilzen
combinatio nova, comb. nov.: Neukombination, d.h. Zuordnung eines Taxons zu einer höheren oder niedrigeren Rangstufe oder Versetzung in eine andere Gattung (→ status novus)
confer, cf. cfr.: vergleiche mit... Wird dem Artnamen vorangestellt, wenn die Bestimmung nicht restlos gesichert erscheint oder als Hinweis auf eine sehr nahestehende Art
confirmavit, confirm.: (Bestimmung) hat bestätigt ...
congenerisch: zur selben Gattung gehörig
Conidie: → Konidie
Conidiophor: Konidienträger (auf welchem die Konidien entstehen)
conspezifisch: zur selben Art gehörig
Context: steriler Teil eines Fruchtkörpers ohne das Hymenephor und die Decksschicht
Coriscium-Flechtenschuppe: Algen, die mit Pilzhyphen am Grunde des Pilzstieles (bei Omphalina) ein schuppig gegliedertes Flechtenlager bilden (Lichenisierte Basidiomyceten) → Botrydina
coprinoid: mit selbstauflösenden Lamellen (Autolyse)
coprophil (= fimicol): vorzugsweise auf Dung oder gedüngtem Boden wachsend
correxit, corr.: Angabe desjenigen im Autorenzitat, der einen orthografischen Fehler erstmalig richtiggestellt hat
Cortex:

1. Allgemein: Rinde, umgebende Hülle (z.B. der Hüte, Stiele, Sklerotien usw.)
2. bei den Stereaceae: meist recht dünne, aber deutlich abgesetzte Schicht aus sehr dicht verflochtenen, oft verklebten Hyphen im oberen Tramateil, eine Art Rindenschicht bildend, von der die Haare der Oberflächenbekleidung (Tomentum) ausgehen; die Cortex ist meist dunkler gefarbt und oft schon unter der Lupe im Schnitt erkennbar; nach Verkahlen kann sie als dünne Kruste auch die Oberfläche bilden

 

Corticiaceae: → Stereaceae
Corticialschicht, Corticalschicht: → Cortex
corticioid: Fruchtkörpertyp von krustenförmiger Wuchsform, dem Substrat flach anliegend, ohne abstehende Ränder oder Hutkanten und mit glattem Hymenium (→ effus, resupinat)

Cortina: als haariger Schleier ausgebildetes -> Velum partiale zwischen Hutrand und Stiel einiger Blätterpilzgattungen, das anfangs das Hymenephor schützt und später verschwindet oder ± deutlich als faserige Zone am Stiel, z.T. auch am Hutrand, verbleibt
Crassobasidie: → Basidien
Crins: rosshaarförmige bzw. schmale o. lanzenförmige, dickwandige Hyphen in der Hutdeckschicht von Täublingen
cristulat, cristuliert: → kristulat
Crustothecium: Krustenförmiger, dem Substrat zumindest größtenteils anliegender Frk. eines Basidiomyceten; die Ausformung des Hymenophors ist dabei ohne Belang (→ resupinat, halbresupinat)
cum descriptione; c. descr.: mit Beschreibung
cuni icone; c. ic.: mit Abbildung
cutefract: mit rissig aufgesprungener Oberhaut
Cuticula, Cutis, Kutis: → Deckschicht
cyanophil, zyanophil: Wände von Sporen, Hyphen usw., die sich in Baumwollblau-Lactophenol deutlich blau färben; bei der Beurteilung, ob eine derartige Reaktion vorliegt, ist darauf zu achten, dass der sich stets blau färbende Zellinhalt nicht fur die gefärbte Zellwand gehalten wird
cyphelloid: schüssel-, becher- oder röhrenartige Fruchtkörperform eines Basidiomyceten mit ± glatter Fruchtschicht und homogener Hut- und Stieltrama; wächst im Ggs. zu ähnlich aussehenden Discomyceten ± positiv geotrop (→ Geotropismus)
Cystiden: → Zystiden ·

Cystidiole: → Zystidiole