E

eckige Klammern: früher nach dem "Botanical Code" empfohlen für die Zitierung von Autoren vor dem Ausgangspunkt der Nomenklatur. Bsp. Tomentella [Pers.] Pat. Später durch ''ex" ersetzt: Tomentella Pers. ex Pat. (→ ex)
Echinocysten: kleine, kugelige bis ellipsoide, stachelige Auswüchse an Hyphen
effus: meist ohne bestimmte Form krustenförmig das Substrat überziehend, ohne abgebogene Kanten; mit oder ohne Hymenophor. (→ corticioid, resupinat)
effuso-reflex, halbresupinat, semiresupinat: krustenförmig mit ± abstehenden Kanten, also mit effuser und konsolenformiger Partie; besonders dann auftretende Wuchsform, wenn das Substrat schräg oder senkrecht gelagert ist. (→ resupinat)
e.g.; exempli gratia: zum Beispiel
eiförmig-glockig: (Hut) hochgewölbt mit leicht ausgestelltem Rand
eingebogen: → eingeschlagen
eingedrückt: (Hut) → niedergedrückt
eingekrümmt: → eingeschlagen
eingerollt: (Hutrand) schneckenförmig(Schnitt!) oder unten nach innen umgebogen (→ aufgerollt)
eingeschlagen, eingebogen, eingekrümmt: (Hutrand) abwärts eingebogen aber nicht eingerollt
eingeschnitten: Huthaut und -trama kurz einreißend (→ aufspaltend)
eingeschnürt: (Zystiden, Sporen usw.) mit gürtelartiger Verengung
eingesenkt: unterhalb der Oberfläche befindlich (z.B. Stiel in der Erde, Perithecien in einem Stroma eingebettet)
eingewachsen: (Oberflächenbekleidung) innerhalb der äußeren Deckschicht liegend (→ angedrückt)
einreihig, einzeilig: (Sporenanordnung im Ascus) hintereinanderliegend (→ unregelmäßig zweireihig)
Einschnürung: → eingeschnürt
einzeilig: → einreihig
einzeln: (Wachstumsform)

1. nicht gesellig
2. nicht büschelig


Ektomykorrhiza: → Mykorrhiza
Ektoparasit: Schmarotzerpilz, dessen Myzel größtenteils auf der Oberfläche der Wirtspflanze lebt und die Nährstoffe durch Haustorien aus dem Wirtsgewebe entnimmt (→ Endoparasit)
Ektospor: → Sporenaufbau
Ektostroma: → Stroma
ektotroph: → Mykorrhiza
Elateren: → Capillitium (Lycoperdon-Typ)
Elfenring: → Hexenring
ellipsoid(isch): (Sporenform) in Seitenansicht mit elliptischer Umrisslinie
emendatus, emendavit, emend.: verbessert, überarbeitet von ... ; wird dem Autorenzitat angehängt, wenn ein späterer Autor das betreffende Taxon neu abgegrenzt hat
Endemit: Art, die nur in einem begrenzten Gebiet vorkommt
endocarp: → angiocarp
Endomykorrhiza: → Mykorrhiza
Endoparasit: Schmarotzerpilz, dessen Myzel größtenteils innerhalb der Wirtspflanze lebt (→ Ektoparasit)
Endoperidie: innere Schicht der Umhüllung eines Bauchpilz-Fruchtkörpers, z. B . Staubkugel-Hülle eines Erdsterns (→ Geastrum, Exoperidie, Peridie)
Endospor: → Sporenaufbau
Endostroma: → Stroma
endotroph: → Mykorrhiza
enghohl: röhrig mit schmalem Lumen im Verhältnis zum Durchmesser des betreffenden Organs (z.B. Stiel)
eng, engstehend: (Lamellen) gedrängt, ohne ins Auge fallende Abstände (Ggs. → entfernt)
entfernt, entfernt stehend: (Lamellenabstand) mit auffalligen Abständen, die den freien Blick auf den Hutboden ermöglichen (Ggs. → gedrängt, eng)
ephemer, ephemerisch: kurzlebig, nur vorübergehend auftretend
epigäisch: auf der Erdoberfläche wachsend (→ hypogäisch)
Epikutis, Epicutis: → Deckschicht
Epiphragma: Schutzschicht über der Fruchtkörperöffnung bei den Nestpilzen (Nidulariaceae)
Epiphyt: Scheinschmarotzer, der auf anderen Organismen wächst, ohne in deren Gewebe einzudringen
Epithelium: → Deckschicht
Epithecium: feste, meist pigmentierte Gewebeschicht über dem Hymenium mancher Ascomycetengattungen (Lecanorales), durch Verwachsen der die Asci überragenden freien Paraphysenenden entstehend
Epitheton (Pl. Epitheta): Teil des lateinischen Namens, der die Art bezeichnet
Epitypus: → Typisierung
epixylisch: auf Holz vorkommend
Erdstern: → Geastrum
Ergotismus: Mutterkornvergiftung
erodiert: (Lamellenschneide) → ausgefressen
err. typogr., errore typographico: durch Druckfehler
erweitert: verdickt
Erysiphales: echte Mehltaupilze
et: und
et al., et alii, et aliorum: und andere; im Autorenzitat zur Abkürzung fakultativ verwendet, wenn mehr als zwei Autoren das Taxon publiziert haben
etiam v ., etiam vide: siehe auch
Eu-Hymeniderm: → Deckschicht
euryök: → stenök
ex: kann dann verwendet werden, wenn ein Autor einen Namen nicht gültig veröffentlicht hat, bzw. wenn er vor dem betreffenden Stichtag fur die Nomenklatur verwendet wurde und ein späterer Autor ihn mit demselben Namen gültig veröffentlicht (validiert) hat (→ eckige Klammern, Revalidierung)
Excipulum, Exzipulum: äußere, sterile Gewebeschicht eines Apotheciums unter Ausschluß eines evtl. vorhandenen Stieles
excl. (exclusus): unter Ausschluß (von)
exclusis generibus/ excluso genere, exclusis speciebus/ exclusa specie, exdusis vaiietatibus/exclusa vaitietate: hinter einem Autorenzitat bedeutet, dass das betreffende Taxon in einem Sinne gebraucht wird, der die Gattung(en), Art(en) oder Varietät(en) des genannten Autors ausschließt
Exkretionshäufchen: Anhäufung von Kristallausscheidungen auf dem Hut einiger Stachelingsarten (Hydnellum und Sarcodon); bisweilen als Bestimmungshilfe nützlich
exmatrikal: außerhalb des Wirtes (Ggs. → intramatrikal)
exocarp: → gyrnnocarp
Exoperidie: → Peridie
Exospor(ium): → Sporenaufbau
Exsikkat: getrocknete Pflanzenprobe
extrazellulär: außerhalb der Zellen befindlich (→ z.B. Pigmentierung)
Exzipulum: → Excipulum