G

Galle: → Pilzgalle
Gallertpilz: Frk. mit glasiger, elastischer Konsistenz aus der Ordnung Tremellales
ganzrandig: (Hutrand, Lamellenschneide) mit gerader Linie abschließend
Gasteromyceten: Bauchpilze (heute unsystematische Bezeichnung für Pilze, die ihre Sporen im Inneren von bauchigen Frk. bilden, zurückgehend auf die 1821 von Fries beschriebene, heute nicht mehr gebräuchliche Klasse Gasteromycetes; das Merkmal des bauchförmigen Fruchtkörpers begründet kein monophyletisches Taxon, sondern eine polyphyletische Gruppe, d.h. es kommt in verschiedenen, nicht direkt verwandten Taxa vor); Ggs. → Hymenomyceten
Gattung: → Genus
geadert: → aderig
gebändert: mit bandartiger, breiter, nicht erhabener Zonierung (→ genattert, gegürtelt)
gebuckelt: (Hut) mit zentraler bis exzentrischer, stumpfer bis spitzer Wölbung. Der Hut kann dabei gleichzeitig konvex oder auch vertieft sein
gebüschelt, gebündelt: → büschelig
gebrechlich: eigentlich "altersschwach, mit Gebrechen behaftet"; wird oft sprachlich falsch fur
"zerbrechlich" benutzt
gedrängt: (Lamellen) eng beieinander stehend
gedrungen: (Stiel) im Verhältnis zum Hut kurz und gleichzeitig dick
gefaltet: → faltig
gefeldert: (Hutoberfläche) schollig aufgesprungen
geflammt: mit flammenzungenartiger Musterung
geflügelt: (Sporenornament) mit langen, schmalen, weit abstehenden Stegen besetzt
gefurcht: → gerillt
gegabelt: sich in zwei Fortsetzungen aufteilend
gegürtelt: (Stieloberfläche) mit einer bis mehreren, ringartig geschlossenen, leicht erhabenen Velumzone(n) (→ gebändert, genattert)
gehöft: (Erdsternmündung) mit Hof versehen
gekammert, gekammert-hohl, zellig-hohl:

1. Stielinneres mit einzelnen, nicht miteinander in Verbindung stehenden Hohlräumen
2. Gleba mit Hohlräumen


gekerbt:

1. Lamellenschneide mit oft verschieden großen Einbuchtungen (→ buchtig, gelappt)
2. Hutrand ziemlich regelmäßig fallschirmartig eingeschnürt (→ wellig, buchtig)


geknickt: → abgeknickt
gekniet: (Stiel) im unteren Teil stark zur Seite gebogen
gelappt: (Hut/Volvarand) in relativ große, zungenformige bis spitze Lappen gegliedert
gelifiziert: (Hyphen) mit gallertartiger Hülle umgeben; Schichten aus derartigen Hyphen quellen bei Befeuchtung gallertartig oder schleimig auf und sind im Mikroskop an ihren verschwommenen Umrissen erkennbar
Gemme: → Chlamydospore
genabelt, nabelformig, nabelig: (Hutmitte) mit kleinem, aber deutlich vertieftem Trichter (→ konvex-genabelt, trichterig)
genattert, natterartig-gebändert: (Stieloberfläche) mit glatter oder schuppiger Zick-Zack-Bänderung, die durch Zerreißen der oberen Rindenschichten entsteht ( → gebändert, gegürtelt)
generative Hyphe: → Hyphen

genetzt, netzig: mit erhabenem, maschenartigem Muster, das sich meist auch noch andersfarbig abhebt
Genus, Gattung: taxonomische Einheit, zwischen Familie und Art, die (meist) mehrere Arten umschließt; der Gattungsname und das nachgestellte Epitheton bilden den Artnamen (→ taxonomische Kategorien, monotypisch)
Geotropismus: → Wuchsrichtung der Fruchtkörper

1. negativer G.: entgegen der Schwerkraftrichtung
2. positiver G.: Entwicklung in Schwerkraftrichtung


gepunktet: → punktiert
gerade:

1. Lamellenschneide: eine gerade Linie vom Hutrand zum Stiel bildend, d.h. weder auf- noch absteigend, noch schartig ausgerandet o.ä.
2. Hutrand: weder aufwärts noch einwärts umgeschlagen


gerandet, gerandet-knollig, abgesetzt-knollig: (Stielbasis) mit oberseits kantigem, knolligem Abschluss
gerieft:

1. Hutoberfläche mit feiner bis etwas gröberer Strichelung; die Hutoberfläche ist dabei völlig glatt oder nur ganz leicht vertieft. Die Riefung ist nicht nur bei durchwässertem Hut sichtbar (→ durchscheinend gerieft, gekerbt, gerillt)
2. Sonstige Oberflächen (z.B. Stiel) mit feinen Längsfurchen (→ gerillt)


gerillt, gefurcht: entspricht in etwa dem Begriff "gerieft", wird aber bevorzugt, wenn die Riefung länger ist (z.B. am Stiel) oder deutlich vertieft
gerippt: mit erhöhten, rippenartigen Graten
gerunzelt: mit feinen, ± ungeordneten Falten (→ aderig)
gesäumt: (Hutrand, Lamellenschneide) mit feinen Fransen besetzt
gesägt: (Lamellenschneide) mit schräg ausgerichteten, groben, regelmäßigen, ± spitzen Zacken (→ gezähnelt, schartig)
geschnäbelt: (Zystiden) ±bauchig mit spitz zulaufendem, längerem Hals
geschweift:

1. Hutrand: ringsum nach oben abgebogen und geschwungen
2. Lamellen: mit geschwungener Schneide


gesellig: gruppenweise am Wuchsort beieinander stehend, nicht jedoch → büschelig
gestiefelt, bestiefelt: Stiel abwärts bis zur Basis von einem enganliegenden, geschlossenen Velumüberzug bedeckt und von der nackten Stielspitze abgesetzt; das Velum kann wollig, körnig oder flockig sein
gestreift: etwas gröber als → gerieft
getropft: mit tropfenartigen Flecken ziemlich dicht besetzt (gröber als punktiert)
gewellt, wellig, querwellig: ohne Knick hin- und hergebogen (z.B. Hutrand, Stiel Lamellensclmeide) (→ flatterig)
gewölbt: (Hutform) bogenförmig nach außen gebogen, konvex
gezähnelt, gezähnt, gezahnt: (Lamellenschneide) mit senkrecht ausgerichteten, regelmäßigen Zacken (feiner als → gesägt, schartig)
gezont, zoniert:

1. Hutoberfläche: in ± konzentrischen Kreisen abwechselnd andersfarbig
2. Fruchtkörper-Fleisch: schichtweise andersfarbig


gilbend: im Alter oder durch Berührung gelb verfärbend
glasig: (Fleischkonsistenz) etwas hart und wäßrig, dabei leicht zerbrechlich
glatt: (Oberflächen) ohne die geringste Rauhigkeit
Gleba: fertiler, d.h. die Basidien enthaltender Teil des Fruchtkörperinneren eines Bauchpilzes
gleichfarbig:

1. Stiel wie der Hut gefärbt
2. Lamellenschneide wie die -fläche gefärbt

 

glimmerig:

1. mit feinen, abwischbaren, sandartig glitzernden Körnchen bedeckt (Reste des Velum universale); makroskopisch wahrnehmbar
2. nicht abwischbare, verstreute, kleine, glänzende Stellen in der Hutoberfläche (z.B. bei manchen Psathyrella-Arten); unauffallig und meist nur unter der Lupe wahrnehmbar


globos: kugelig
Glochidie: Haar mit Widerhaken
glockig, glockenformig: (Hutform) kegelig bis eiförmig und gleichzeitig mit deutlich verengter Mitte, Rand gerade, nach innen gezogen oder ausgestellt; zur präziseren Unterscheidung sollte differenziert werden zwischen spitzkegelig-glockig, stunmpfkegelig-glockig und hinsichtlich der Randverhältnisse zwischen eiförmig-glockig und glockig-geschweift
gloeodimitisch: → Hyphensystem
gloeopler: → Hyphen
Gloeozystiden: → Zystidetn
goniospor: eckigsporig
graminicol: auf Gräsern wachsend
grandinioid: in der Aphyllophorales-Gattung Grandinia typischerweise vorherrschende Hymenophorstruktur mit ± halb kugeligen, warzigen Erbebungen
granulär: → Pigmentierung
gratig: (Sporenoberfläche) mit unregelmäßiger, stark erhabener, leistenförmiger Ornamentik
Großpilz: → Makromyzet
grubig: mit runden oder unregelmäßig geformten Vertiefungen auf der Oberfläche (→ wabig, wabenförmig)
gruppenweise: → gesellig
Guttation, Guttationströpfchen: gefärbte oder hyaline, tränenartige Ausscheidungen besonders an noch im Wachstum befindlichen Frk., ohne dass eine Verletzung vorliegt; Guttationströpfchen können an fast allen oberflächlichen Teilen eines Fruchtkörpers auftreten, vor allem am Hymenophor, an der Stielspitze oder auf der Hutoberfläche
gymnocarp, gymnokarp, exocarp: nacktfrüchtig, sich ohne Hülle entwickelnd; der Begrff wird auf den gesamten Frk., vor allem jedoch für das Hymenium benutzt