L

Lactiferen, Lacticiferen: → Hyphen
Länge-Breite-Quotient, LB-Q: Verhältnis der Sporenlänge zu ihrer Breite; wird ermittelt durch Teilung des ersten durch den zweiten Wert; die Summe der so (mehrfach) ermittelten Werte, geteilt durch die Anzahl der Messungen ergibt den durchschnittlichen Länge-Breit-Quotienten. Der LB-Q ergänzt die Aussagekraft der Sporenmaße
lageniform: (Zystidenform) flaschenförmig, d. h. in einen ± langen Hals und deutlich verdickten Bauch gegliedert; dabei ist der Hals ± zylindrisch, bisweilen auch zuspitzend. Die Übergänge zu utritorm, fusoid und ampullenförmig sind fließend. R. MAIRE z.B. bezeichnet auch utriforme Zystiden als lageniform.
Lagenozystiden: → Zystiden
Lamellen: radial zum Hutrand ausstrahlende, dünne, blätterartige Ausbildung des Hymenophors (→ Leisten)
Lamellenansatz: unterschiedlich ausgeformte Endung der Lamellen am Stiel
Lamellenbreite: Abstand zwischen Lamellenrücken und -schneide; breit sind Lamellen, wenn sie deutlich breiter als das Hutfleisch sind; schmal entsprechend umgekehrt (gemessen bei halbem Radius)
Lamellenflächen: die beiden sich gegenüberliegenden, durch die Lamellentrama getrennten Lamellenseiten
Lamellenrücken: Linie, an der die Lamelle mit dem Hutfleisch verwachsen ist
Lamellenschneide: freie Schmalseite der Lamelle
Lamellentrama: Gewebe zwischen den Hymenialschichten, die die Lamellenseiten überziehen; man unterscheidet hauptsächlich folgende Typen:

  • invers: im Längsschnitt erscheinen keu]enförmig angeschwollene Zellen, die zur Mitte hin konvergieren
  • irregulär: im Längsschnitt erscheinen die Hyphen wirr verflochten
  • regulär: im Längsschnitt verlaufen die Hyphen streng parallel
  • subregulär: im Längsschnitt verlaufen die Hyphen annähernd in eine Richtung, sind jedoch miteinander verflochten, nicht parallel liegend
  • (pseudo)bilateral: im Längsschnitt verlaufen die Hyphen in der Tramamitte parallel, sonst nach außen divergierend und keulenförmig angeschwollen
  • divergierend: wie bilateral, jedoch ohne keulenförmige Hyphen

Die Begriffe werden analog bei nicht lamellenartig ausgebildeten Hymenephorformen angewandt (z. B. bei Röhren oder Stacheln).

 

Lamelletten, Zwischenlamellen: kurze, nicht bis zum Stiel durchgehende Lamellen; ihr Verhältnis zu den durchgehenden wird in Zahlen ausgedrückt, z.B. 1 : 1, 1 : 3 usw . Im letzteren Beispiel kommen 3 Lamelletten auf eine durchgehende Lamelle
Lamprozystiden: → Zystiden
lanzettlich: (Sporen, Zystiden) von der Form einer Lanzenspitze
lateral: (Stielansatz) randständig, seitenständig, ausgezogen
Latex: (weißlicher) Milchsaft
LB-Q: → Länge-Breite-Quotient
l. c.: → loco citato
Lectotypus: → Typisierung
lederig: von trockener, zäh-elastischer Konsistenz
legit, leg.: aufgesammelt hat...
Leisten: (Hymenophor, Sporenskulptur) längliche, schmale Erhebungen von quadratischem bis kurzrechteckigem
Querschnitt: (→ aderig, faltig)
lenzitoid: konsolenförmiger Aphyllophorales-Frk. mit lamellenförmigem Hymenophor
Leptozystide: → Zystiden
lichenicol: parasitierend auf Flechten wachsend
lichenisiert: mit Algen vergesellschaftet und eine Flechte oder Flechtenvorstufe bildend
ligative Hyphe: Bindehyphe; → Hyphen
lignicol: auf Holz wachsend
limoniform: (Spore) zitronenförmig
linea: altes Längenmaß, entspricht 2,25 mm
Lipide: → Öltropfen
litt.: → in litteris
Lochfäule: besondere Form der Weißfaule (→ Fäule)
loco citato, loc cit, l.c.: am angeführten Ort; wird verwendet, um Wiederholungen längerer Literaturangaben zu vermeiden
Loculus, Pl. Loculi: Asci enthaltende, verstreute Höhlung innerhalb eines Stromas (→ ascolocular)
locus typ: Typuslokalität
Lumen: lichte Weite, Hohlraum eines röhrenförmigen Elements
lumpen, lumping: → Art
Lyozystide: → Zystiden
Lycoperdon-Typ: → Capillitium