R

radial: von der Mitte nach allen Seiten strahlenförmig verlaufend
raduloid: mit zähnchenförmigem Hymenophor
Ramealis-Struktur: → Deckschicht
Rand:
1. ein Viertel bis ein Drittel des äußeren Hutradius bei Hutpilzen ss. lato
2. ± hochgezogene Kante zwischen Excipulum und Hymenium bei emem scheibenförmigen Hymenophor
randständig: (Stiel) → lateral
rasig: gedrängt in großen Kolonnen wachsend
rauh: (Oberfläche) mit feinsten Unebenheiten (etwa zwischen "glatt" und "punktiert" liegend)
Receptakulum: → Rezeptaku lum
regulär: → Lamellentrama
Reif: → bereift
reniform: (Sporenform) bohnenförmig, nierenförmig, phaseoliform
repetive Sporenkeimung: Keimung, aus der keine Hyphe sondern eine Ballistospore hervorgeht
Repetobasidie, repetierende Basidie: durch eine ältere Basidie hindurchwachsende neue Basidie, die dann oft von mehreren Hüllen alter Basidienreste umgeben ist, z.B. bei den Gattungen Galzinia
Repetobasidium
Reproduktion: Fortpflanzung, Vermehrung
resupinat
1. umgedreht auf dem Substrat liegender und dort mit dem Hutscheitel festgewachsener Frk.
2. Wuchsform holzbewohnender Pilze, ein sog. Crustothecium, bei der der Frk. stets geotropisch orientiert ist, flach dem Substrat anliegt und keine abstehenden Kanten hat (→ effus, effuso-reflex)
reticuliert, reticulat: (Sporenoberfläche) netzartig ornamentiert; als alveoliert-reticulier bezeichnet man ein Ornament, bei dem wabige Vertiefungen durch vollständig vernetzte Grate entstehen.
Revalidierung: "ex" (Autor nach Fries. oder Persoon); "ex" heute hat andere Bedeutung nämlich Validierung, d.h. ein ungültiges Taxon wird unter demselben Namen nunmehr gültig
revidit; rev.: nachgeprüft hat ...
rezent:
1. jetzt lebend, im Sinne von nicht ausgestorben
2.frisch, neu, gegenwärtig
Rezeptakulum, Receptaculum: leichte, grob-poröse Struktur der Frk. von Rutenpilzartigen (Phallaceae)
oder Gitterlingsartigen (Clathraceae), die bei Reife das Hexenei sprengt und die Gleba exponiert; das
R. hat bei den Rutenpilzen eine stielartige Form und schließt mit einem besonderen, leicht abgesetzten
oder sogar hutartig ausgebildeten, die Gleba tragenden Abschnitt ab; bei den Clathraceae ist es arm-, korb- oder gitterartig geformt, bisw. mit zusätzlichem, stielartigem Teil.
rhizoid: → Rhizomorphen
Rhizomorphen: Sonderform des Myzels in der Form steriler Stränge von wurzelartigem Aussehen, die von der Basis der Frk. ausgehen und dem Wasser- und Nährstofftransport dienen; sie können weiß, grau, schwarz oder farbig, hart oder flexibel, roßhaar- bis bleistiftdick sein. Als R. im engeren Sinn werden meist jedoch nur die harten, schwarzen Myzelstränge der Hallimasch-Arten (Armillariella) bezeichnet; für die übrigen, weniger derben Formen werden meist die Begriffe "Rhizoiden" oder "Myzelstränge" gebraucht.
Riefe; Rille; Rinne: linienförmige, deutlich wahrnehmbare Vertiefung einer Oberfläche
rillstielig: → gerillt
Ring: häutiges, wollig-faseriges oder auch schleimiges Gebilde um den Stiel, das durch Weiterwachsende Huthaut bis zum Stiel oder aus dem → Velum partiale entsteht; nicht zu verwechseln mit "Manschette". Wichtige Merkmale des Ringes sind:
1. die Anheftung (aufsteigend oder herabhängend)
2. die Oberseite (gerieft oder nicht)
3. die Unterseite (glatt, körnig, flockig oder schuppig)
4. die Stärke (häutig dünn bis dick)
5. der Aufbau (ein- oder zweischichtig)
6. die Persistenz (flüchtig bis ausdauernd)
7. die Verbindung zum Stiel (fest anliegend bis lose verschiebbar)
Robinia: Robinie, Scheinakazie
Röhren: meist miteinander verwachsene, längliche, ± eng-hohle Strukturen, aus denen sich das Hymenephor der Röhrlinge und vieler Porlinge zusammensetzt; die Röhrenschicht ist bei den Röhrlingen im Ggs. zu den Porlingen leicht vom Hutfleisch zu trennen.
Röhrenboden: Fläche zwischen Hutfleisch und Röhren
Röhrenfutter: Gesamtheit der Röhrenmasse, d.h. der Substanz, die sich zwischen Röhrenboden und Röhrenöffnung (Poren) befindet
Röhrenmündung: → Poren
Röhrentrama: → Lamellentrama, Trama
röhrig:
1. Stielinneres: hohl (→ enghohl)
2.Hymenophor: aus einer Vielzahl von Röhren zusammengesetzt
Rostrum: schnabel-oder schornsteinförmiger, hohler Auswuchs von Perithecien, an dessen Ende sich das
Ostiolum befindet, durch das die Sporen austreten
Rotfäule: → Fäule
Ruderalstellen: Schuttstellen oder Ränder künstlich angelegter Wege; diese bringen durch ihren hohen
Stickstoff- und Kalkgehalt eine besondere Flora und Funga hervor
runzelig: → gerunzelt