S

Saft: farblose Flüssigkeit, die bei Verletzung eines Frk. in ± reichlichem Maße abgesondert wird (→ Milch)
Safthyphen: Sammelbezeichnung für gloeoplere und lactifere → Hyphen
Salix: Weide
Sammelart: → Aggregat
Sammelfruchtkörper: → Stroma
samtig: mit feinen, dichten, kurzen, aufrechten Härchen
Sanktionierung: Namen von Pilzen, die in den folgenden Werken vom jeweiligen Autor akzeptiert wurden, sind sanktioniert, d. h. gegenüber älteren gleichlautenden (Homonymen) und konkurrierenden (anderslautenden) Synonymen geschützt.

1. für alle Pilze (einschließlich der Schleimpilze und flechtenbildenden): Linne (1.5.1753) in "Species
plantarum"
2. für Gasteromycetes (Bauchpilze): Persoon (31.12.1801) in "Synopsis methodica fungorum"
3. für die übrigen, nicht unter 1. und 2. genannten Pilze (ausgenommen Schleimpilze): Fries ( 1.1.1821 - 1932) in "Systema mycologicum" Bd. I- III und in "Elenchus fungorum" Bd. I- II (1828)


Die Sanktionierung wird durch einen Doppelpunkt zwischen den beiden Autorennamen kenntlich gemacht.


Saproparasit: Schwächeparasit; besiedelt einen zwar noch lebenden, aber durch andere Faktoren bereits geschädigten Wirt, wobei zunächst tote Teile des Wirtes angegriffen werden und der Pilz von dort aus auf lebendes Gewebe übergreift. Saproparasiten zählen zu den fakultativen Parasiten.
Saprophyt: von toter organischer Substanz lebender Organismus (→ Parasit)
sattelförmig: fast ausschließlich bei der Ascomycetengattung Helvella (Lorchel) auftretende Hutform in Gestalt eines Reitersattels, dessen Rand entweder nach innen oder nach außen umgeschlagen sein kann
Schäffer-Reaktion: Von Julius Schäffer entdeckte chemische Reaktion der Huthaut mancher Blätterpilze  (vor allem von Agaricus-Arten); beim kreuzweise Bestreichen der HDS oder Stielbasis mit Salpetersäure und Anilin entsteht im Positiv-Fall an der Überlagerungsstelle eine orangefarbige Reaktion. Bedeutsam für die Zuweisung eines Agaricus-Fundes in die richtige Sektion. Die Schnelligkeit der Reaktion kann fur die Artbestimmung wichtig sein. scharf:

1. Geschmack: deutlich auf der Zunge brennend; ist diese Gefühlsempfindung nur schwach und evtl. allenfalls an der Zungenspitze zu spüren, so bezeichnet man sie als "schärflich".
2. Hutrand: die Lamellen enden dort in einem Winkel von etwa 30° oder weniger (Ggs. → stumpf)
3. Lamellenschneide: dünn, in Draufsicht nur als feine Linie erkennbar. (Ggs. → stumpf)


schartig, ausgefressen, ausgezackt, erodiert: Lamellenschneide mit unregelmäßigen, feinen Zacken (→ gezähnt, gesägt)
Scheibe:

1. Oberfläche des Hymeniums bei discoiden Ascomyceten
2. Scheitelzone (etwa vom Durchmesser der Stielspitze) bei einem Hutpilz


Scheingewebe, Plektenchym, Plectenchym: Allgemeine Bezeichnung fur Pilz-"gewebe" aller Typen; dieses wird durch Verzweigung und Verflechtung der Hyphen miteinander gebildet. Dabei bilden die Einzelzellen der Hyphen mit angrenzenden keine gemeinsame Wand, sondern behalten im Ggs. zum echten Gewebe (Parenchym)grundsätzlich ihre Selbständigkeit. Sind die einzelnen Pilzhyphen-Segmente ± kugelig und dazu noch dicht aneinander gelagert, so können sie ein echtes Gewebe vortäuschen (Paraplectenchym oder Pseudoparenchym). Sind die Zellen erheblich länger als breit, spricht man von einem Prosoplectenchym oder Prosenchym.
Schizochroismus: Ausfall einer oder mehrerer Farbpigmente (→ Albinismus)
Schizopapillen: kleine, bläschenförmige Auswüchse am Ende dünnwandiger Zystiden
Schlauch: → Ascus
Schlauchpilz: → Ascomycet
Schleier: → Cortina, Velum, Indusium
schmal: → Lamellenbreite

schmierig: (Oberfläche) auch bei trockener Witterung sich fettig-feucht anfühlend, ohne dass eine besondere Auflagerung erkennbar wäre; bei ausgeprägter Trockenheit kann Schmierigkeit festgestellt werden, indem man seine Lippen befeuchtet und mit diesen den Hut berührt. (→ schleimig, klebrig)
Schnallen: kurze, buckelförmige Auswüchse über den Hyphensepten von Basidiomyceten, selten auch an ascogenen Hyphen im Frk. einiger Ascomyceten zu finden; die Schnallen sind zur älteren Hyphenzelle hin geöffnet, ihre Entsteheung hängt mit der Kernteilung zusammen. Über die Schnalle wandert der Tochterkern des sich teilenden Dikaryons (Zweikernstadium) in die Nachbarzelle. Schnallen sind am sichersten im Hymenium, und zwar an den dünnsten Hyphen und der Basis von Basidiolen zu finden. Sonderformen der "normalen" Schnallen sind:

1. Wirtelschnallen (= wirtelige Schnallen, multiple Schnallen): sie sind quirlartig um die Septe herumgruppiert.
2. Medallion-Schnallen: mit einem Hohlraum in der Mitte


schollig-aufgesprungen: → gefeldert
schopfig: → beschopft
schuppig-flockig: (Oberflächenstruktur) mit abwischbaren, schuppenartigen Flocken besetzt
schuppig: haken- oder zackenartige Oberflächenmusterung aus haarartigen Elementen oder Velumresten, meist durch Streckungsprozesse hervorgerufen oder durch Austrocknungsvorgänge oberflächlicher Hyphen verursacht; die Schuppen können → eingewachsen, → anliegend, → abstehend bis → sparrig-abstehend sein.
Schwächeparasit: → Saproparasit
Sclerotium: → Sklerotium
Scolecospore: Spore von länglicher, fast fadenförmiger Gestalt; die Spore kann ein- oder mehrzellig, gerade oder (mäßig) gekrümmt sein.
secotioid: Zwischenform zwischen Blätter- und Bauchpilz, bei der der Frk. aus einem Hut und einem ± reduziertem Stiel besteht, der teilweise nur noch als zentrale Columella existiert; das Hymenophor besteht aus kraus gefalteten Lamellen oder ist durch eine schwammig-poröse Gleba ersetzt. Die Sporen werden nach Bauchpilzart verstäubt.
secundum, sec.: gemäß, laut...
segmentiform: (Lamellenfläche) mit gerader Schneide und konvexem Rücken
seidig: mit anliegenden bis eingewachsenen, feinsten, streng parallel ausgerichteten Fasern dicht bedeckt und seidenartig glänzend
Seitenansicht: (Spore) → Profilansicht
seitenständig, seitlich gestielt: → lateral
sekundäre Septen: → Septen
Sekundärspore:

1. bei (Hetero-)Basidiomyceten: entsteht, wenn bei abgeschossener Spore statt eines Keimschlauches ein kurzes Sterigma gebildet wird, auf dem noch einmal eine ähnliche Spore entsteht, die ebenfalls abgeschossen wird
2. bei Ascomyceten: kleine, keimfähige Teilspore, die durch den Zerfall einer Ascospore (bisweilen noch im Ascus) entsteht; manchmal werden darunter noch durch Ausknospung von Ascosporen entstandene Konidien verstanden


semiresupinat: → effuso-reflex
sensu, sens., ss.: im Sinne von ... ; wird im Autorenzitat verwandt um anzuzeigen, dass der Name von dem betreffenden Autor falsch angewandt wurde (Fehlbestimmung).
sensu amplo: → sensu lato
sensu auctores, ss. auct.: im Sinne mehrerer Autoren; wird im Autorenzitat verwandt um anzuzeigen, dass der Name von mehreren Autoren falsch angewandt wurde
sensu lato; ss. lato, ss. l. (= ss. amplo): im weiteren Sinne; wird hinzugesetzt um anzuzeigen, dass in die betreffende taxonomische Einheit (Art, Gattung, Familie usw.) nahestehende, aber eigentlich nicht hineingehörende Vertreter mit einbezogen wurden (→ coll)
sensu ... nec ..., ss .... nec ...: im Sinne von ... , aber nicht (keinesfalls) von ...
sensu restricto; ss. restr.: → sensu stricto
sensu stricto; ss. stricto; s. str. (= sensu restricto): im engeren Sinne; wird hinzugesetzt um anzuzeigen, dass die betreffende taxonomische Einheit (Art, Gattung, Familie usw.) früher weiter gefasst war und jetzt nur auf einen bestimmten Vertreter oder eine Gruppe bezogen wird.
Septe, Septum (Plur.: Septen): Quer- oder Längswände in den verschiedenen Elementen des Pilzes wie Hyphen, Basidien, Zystiden, Sporen. Bei Sporen unterscheidet man:

1. unseptiert (einzellig): amerospor
2. einfach septiert (zweizellig): didymospor
3. mehrfach querseptiert: phragmospor
4. mauerförmig quer- und längsseptiert: dictyospor; muriform


Dünne, oft gebogene Scheidewände, die alte und ± leere Teile von den lebenden, mit Plasma und Zellkernen gefüllten Teilen abgrenzen, nennt man sekundäre Septen, während die normalen, zwischen gleichartigen Hyphenzellen befindlichen, als primäre Septen bezeichnet werden.


Septozystiden: → Zystiden
setale Hyphen: → Hyphen
Seten, Setae: sterile, spitze, borsten-, pfriemen- oder hakenähnliche Elemente; sie sind oft dickwandig und dunkel gefärbt. Sie können auftreten als

1. Hymenialseten (Spinulae) im Hymenium von Schichtpilzen (z.B. Hymenochaete), Porlingen (Phellinus), selten auch bei Ascomyceten (Desmazierella, Cookeina)
2. Excipulare Seten am Excipulum vieler Ascomyceten-Gattungen (z.B. Scutellinia)
3. Cuticulare Seten in der HDS bestimmter Blätterpilzgattungen (Z.B. Coprinus)
4. Myzeliaseten im Myzel und im Randsaum der Frk. einiger Porlings- und Schichtpilzgattungen (z.B. Phellinus, Hymenochaete); → Vgl. auch "setale Hyphen" unter → Hyphen


Eine Sonderform sind die sog. Asteroseten, die sternförmig verzweigt sind (z. B. bei Asterodon, Asterostroma).


sic: wörtlich "so"; in Zitaten nach einem Namen oder einer Zahlenangabe, um einen orthografischen oder sonstigen Irrtum hervorzuheben
sichelförmig: (Lamellenansatz) stark herablaufend und gleichzeitig deutlich konkav
siderophil, karminophil, siderophile Granulation: Eigenschaft von Plasmateilen in den Basidien bestimmter Blätterpilzgattungen (Lyophyllum, Calocybe, teilw. auch anderer Gattungen), sich nach bestimmter chemothermischer Behandlung (u. a. mit Karminessigsäure) dunkel körnig darzustellen
sine loco; s. l.: ohne (literaturmäßige) Ortsangabe

Sippe: Gemeinschaft genetisch gleichartiger Individuen, deren systematische Rangeinstufung (Art, Varietät usw.) nicht festgelegt ist; als Sippe kann also eine Form oder Varietät, eine Art, aber auch z.B. eine Familie bezeichnet werden. (→ Taxon)
sitzend: (Frk.) ungestielt
Skeletozystiden, Skelettzystiden: → bei Zystiden (dort unter Tramalzystiden) oder → Pseudozystiden
Skeletthyphen: → Hyphen
sklerotisiert: dickwandig
Sklerotium: kann als Sonderform des Myzels aufgefasst werden, in der dieses Nährstoffe speichert, um ungünstige (Witterungs-)Perioden besser zu überstehen; das Sklerotium dient mitunter auch der vegetativen Vermehrung. Sklerotien sind in der Form, Farbe und Größe nur annähernd konstant. Sie können stecknadelkopf (Mikrosklerotien) bis fußballgroß sein, haben eine meist dunkelfarbige, feste, dicke Außenschicht (Cortex) und helleres, lockeres Innengewebe aus dünnwandigen Hyphen (Medulla). Sklerotien werden ober- oder unterirdisch angelegt, können direkt am Frk. oder auch nur an dessen Hyphengeflecht haften und werden von Saprophytischen wie auch parasitischen Pilzen gebildet. Sie sind obligat oder fakultativ, im letzteren Fall hängt ihre Ausbildung von Umwelteinflüssen ab. (→ auch Pseudosklerotium)
Sklerozysten:

1. sehr dickwandige, kugelige bis ovoide oder unregelmäßige Zellen mit stark lichtbrechendem Inneren in der Trama einiger Aphyllophorales-Gattungen (z. B. Sarcodon, Fomes)
2. → Bulbilien


s. l.: → sine loco
Sorbus aria: Mehlbeere
Sorbus aucuparia: Eberesche, Vogelbeere
Sorbus domestica: Speierling
Sorbus torminalis: Elsbeere
sparassoid: bei manchen Arten der Gattung Peziza (Großbecherling) bisw. vorkommende Missbildung, deren blätterartig gehäufte Form an Frk. der Krausen Glucke (Sparassis crispa) erinnert
sparrig, sparrig-schuppig: mit abstehend aufgebogenen, nicht andrückbaren, groben Schuppen
spatelförmig: (Frk.-Form) zungenartig, abgeplattet und am Ende leicht verbreitert-abgerundet
Spezies: → Art
species nova, spec. nov.: neue, d.h. bisher unbeschriebene oder vorher noch nicht gültig beschriebene Art
spezifisch: arteigen
Sphärozysten: recht dünnwandige, kugelige Zellen

1. in der Trama der Russulales (Milchlinge, Täublinge), in der sie nesterweise auftreten und fur die Brüchigkeit des Fleisches verantwortlich sind
2. in der Huthaut von Blätterpilzen (z.B. bei Hydropus)
3. als Bestandteil des Velums bei verschiedenen Blätterpilzgattungen (z.B. Amanita, Coprinus, Cystoderma)


Spiculum: zugespitzter Teil eines Sterigmas
spindelförmig: (Stiel, Zystiden, Sporen) langgestreckt und an beiden Enden allmählich zuspitzend
Spinulae: Hymenialsetae; → Seten
Spirke: aufrechte Form der Latschenkiefer (Pinus mugo)
spitzkegelig: (Hutform) in der Silhouette höher als breit und mit geraden, ± steilen, aufeinander zulaufenden Kanten
splitten, splitting: → Art
Spore: → Kryptogamen
Sporenaufbau: von innen nach außen werden hauptsächlich unterschieden:

  • Endospor
  • Mesospor
  • Epispor
  • Exospor

Basidiosporen werden außerdem eingehüllt vom Perispor, einer membranartigen Umhüllung, welche die Spore in jungen Stadien zusammenhängend bedeckt und eine Fortsetzung der Basidienwand darstellt. Das Perispor löst sich bisw. stellenweise ( evtl. unter Einwirkung von Lauge, → calyptrat) und ist dann deutlich als hyaline Aufwölbung zu sehen.


Sporidiolen: kleine Tröpfchen, die dem Inneren vorwiegend unreifer Sporen ein schaumiges Aussehen verleihen (z.B. bei einigen Scutellinia-Arten)
Sporophor: jegliche sporentragende Struktur
ssp.: → Subspecies
stachelig:


1. Form des Hymenophors der sog. Stachelpilze
2. Oberflächen-Element bei Frk., Sporen, Hyphen, Zystiden usw.


Stacheln müssen nicht stets in einer Spitze enden. Je länger sie sind, desto stumpfer kann ihr Ende ausgebildet sein, bis hin zum völligen Fehlen einer Verjüngung oder Abrundung. Elemente, deren Länge nur knapp ihren basalen Durchmesser überschreiten, können nur dann als Stacheln bezeichnet werden, wenn sie deutlich spitz enden, andernfalls handelt es sich um Warzen o.ä.. Stacheln können einen runden bis stark abgeplatteten Querschnitt haben. Gekrümmte Stacheln werden meist als Dome bezeichnet.


Stammfäule: → Fäule
Standort: ökologische Verhältnisse des → Fundortes
starting point: Stichtag fur die → Sanktionierung
Statismosporen: Sporen, die bei Reife nicht abgeschleudert werden (Ggs. → Ballistosporen), sondern nur von der Basidie abbrechen (bei Gasteromyceten und teilw. auch Heterobasidiomyceten)
status novus, stat. nov: neuer Status (= systematischer Rang) eines Taxons, wenn das Epitheton des alten Namens beibehalten wird (→ combinatio nova)
stenök: von Umweltbedingungen stark abhängig und auf Veränderungen empfindlich reagierend (Ggs. → euryök)
Stephanocysten: → Zystiden (Stephanozystiden)
Stereaceae:

1. diffuser Sammelbegriff für Aphyllophorales-Gattungen mit ± glattem Hymenophor; die Abgrenzung zu den Corticiaceae ist schwimmend und unklar
2. Familie aus der Ordnung Russulales mit der Typusgattung Stereum


Sterigma, (Pl. Sterigmen, Sterigmata): stielartige Ausstülpung am Scheitel einer Basidie, an der die Basidiospore gebildet wird
sterigmat: gestielte Frk.-Form bei Ascomyceten, die aufgrund besonderer Umweltbedingungen von gewöhnlicherweise ungestielten Arten ausgebildet wird
stichisch: → Basidie (Stichobasidie)
Stielbasis: unteres Stielende von unterschiedlichster Form, die oft für die Artbestimmung ein wichtiges Merkmal darstellt
stipitokarp: Art der Entwicklung, bei der der Stiel von allen Frk.-Teilen zuerst angelegt wird (Ggs. → pileokarp)
Stipulum: frühes Entwicklungsstadium bei der Frk.-Anlage von Hutpilzen nach der ersten Hyphenverdichtung im Myzelpolster, wobei erst steilkegelige, später fast zylindrische oder stiftchenförmige, winzige Frk. ausgebildet werden
Stirps: Serie; taxonomische Rangstufe zwischen Art und Untersektion Stroma (Pl. Stromata): Perithecienlager, d. h. dichtes und festfleischiges bis fast kohleartiges Hyphengeflecht, in das die eigentlichen, sehr kleinen Frk. in meist großer Zahl eingebettet sind oder dem sie aufsitzen (Sammelfruchtkörper); Stromata können Ascomyceten-Frk. (sog. Perithecien) vereinigen, aber auch bei Basidiomyceten (Cyphelloiden) auftreten. Manche Stromata sind parallel zur Substratoberfläche in mehrere Schichten gegliedert, andere wiederum bilden hochdifferenzierte, gestielte Formen aus (z.B. Xylaria). Der äußere, vor Reife der Ascosporen erst Konidien produzierende Teil wird Ektostroma genannt, der innere Endostroma.

stumpf:

1. Allgemein: nicht in einer Spitze endend; relativer Begriff, der stets im Verhältnis zu dem Gesamtvolumen des betreffenden Elements zu sehen ist
2. Hutrand: Hymenephor und Hutoberfläche bilden einen Winkel von etwa 90° oder mehr (Ggs. → scharf)
3. Lamellenschneide: in Draufsicht deutlich als schmale Fläche (nicht nur Linie) erkennbar (Ggs. → scharf)


stumpf kegelig: (Hutform) kegelstumpfförmig
Strunk: kurzer, dicker Stiel der Korallenpilze
sub-: (Vorsilbe) fast, annähernd
subalpin: → Höhenstufen
Subcutis, Subkutis: → Deckschicht
Subgenus: Untergattung; → Taxonomische Kategorien
Subgleba: steriler Basisteil unterhalb der Gleba im Frk. einiger Bauchpilzgattungen (z. B. Lycoperdon, Calvatia) von schwammig-gekammerter oder kompakter Struktur; die einzelnen Kammern sind meist größer als die Glebakammern; ihre Abmessungen stellen oft ein wichtiges Artmerkmal dar. Die Subgleba kann kontinuierlich in die Gleba übergehen oder durch ein Häutchen (→ Diaphragma) deutlich abgeteilt sein
subhymenial: unter der Hymenialschicht liegend oder dort entspringend
Subhymenium: direkt unter dem Hymenium liegende Schicht bei Asco- und Basidiomyceten-Frk., die sich durch abweichende Struktur von tiefer liegenden Schichten abhebt
subhypogäisch: unterirdisch wachsend, jedoch (bisw. erst bei Reife) mit dem Frk. -Scheitel aus dem Boden ragend
Subikulum: lockeres, fädig-spinnwebartiges oder filziges Hyphengeflecht

1. um die Basis von Ascomyceten (Apothecien oder Perithecien oder auch Gruppen von solchen)
2. als Unterlage zwischen Substrat und dem Frk. eines resupinaten Basidiomyceten


Subcutis, Subkutis: → Deckschicht
sub lente: unter der Lupe
sub microscope, s. m.: unter dem Mikroskop
sub nomen, s. n.: unter dem erwähnten Namen...(angeführt oder herbarisiert)
submontan: → Höhenstufen
subnival: → Höhenstufen
suboperculat: → Ascus
subregulär: → Lamellentrama
subspecies, ssp.: Unterart; Kateorie zwischen Typusart und Varietät; wird bisw. auch im Sinn von Varietät verwendet (→ taxonomische Kategorien)
Substrat: Substanz, auf oder in der ein Pilz wächst
subulat: schmal und spitz, pfriemförmig
suburniform: (Basidie) mit leicht eingeschnürter Mitte
Sukzession: zeitliche Aufeinanderfolgen verschiedener Pilzarten auf ein und demselben Substrat
suprahilare Depression: Eindellung der Sporenwand über dem Apikulus
Suprahilarfleck: → Plage
Symbiose: Lebensgemeinschaft zu beiderseitigem Nutzen der beiden meist grundverschiedenen Partner
synanthrop: durch den Menschen in ein Gebiet eingeschleppt
Synnemata: parallel aneinandergelagerte Hyphen
Synonym: nach den Nomenklaturregeln ungültiger Name fur ein Taxon; obligate Synonyme beruhen auf demselben Typus (d.h. nur der Artname ist ein anderer), fakultative (auch Pseudonyme genannt) haben verschiedene Typen (d.h. der Art- und Gattungsname ist ein anderer).
Sylloge fungorum: → Index of fungi