V

v., vide: siehe
v., vidi: ich habe es gesehen
v. ic., vidi iconem: ich habe das Bild gesehen
v. s., vidi siccam: ich habe es als Exsikkat gesehen
v. v., vivi vivam: ich habe es lebend gesehen
Vakuole:

  • allgemein: Zellsaftraum
  • lichtbrechender Körper in Sporen oder anderen Mikroelementen; diese können leicht mit Öltropfen verwechselt werden. Sie sind aber i. Ggs. zu diesen in wässriger Kresylblau-Lösung türkis anfärbbar und lösen sich in 1-2%iger Kalilauge (KOH) auf

vakuolär: sich in einer Vakuole befindend oder sich als eine solche darstellend (→ Pigmentierung)
validieren: → ex
var. nov.: neue Varietät
variabel: nicht konstant, veränderlich
Velum: Schutzhülle bei Basidiomyceten (Agaricales, Boletales) in Form eines haut-, spinnwebartigen oder verschleimten Hyphengespinstes, das manchmal nur im Jugendstadium der Frk. zu sehen ist. Man unterscheidet:

  • Velum universale (= Velum generale): Allgemeinhülle oder Gesamthülle, die den gesamten Frk. im Vorreife-Stadium umschließt; es zerreißt bei Streckung des Frk. und bleibt als Hutflocken, Stiel-Bestiefelung, Volva oder warziger Gürtel an der Stielbasis zurück.
  • Velum partiale: Sporenlager-Hülle; umschließt und schützt nur den Hut und das Hymenophor, oft auch den oberen Stielteil. Man differenziert dabei noch zwischen
    • Apikalvelum: dieses verbindet beim noch geschlossenen, jungen Frk. den unteren Lamellenrand mit dem obersten Stielteil und hängt nach dem Aufschirmen als Manschette (= Annulus superus) von der Stielspitze herab; es ist meist oberseits durch die Lamellenabdrücke fein gerieft.
    • Marginalvelum: dieses verbindet den Hut an der Stelle mit dem Stiel, an der der Hutrand bei noch geschlossenem Frk. anliegt; beim Aufschirmen zerreißt diese Verbindung und es entsteht ein Ring, ein fetziger Behang am Hutrand oder beides.
    • Cortina: schleierartig-fädiges Velum partiale


Venae: Strukturen im Inneren von Trüffel-Frk. (Tuberales); man unterscheidet:

  • Venae externae: Diese entstehen durch Auffüllung ursprünglich von außen nach innen führende Hohlräume durch Hyphen. Sie füllen also die Räume zwischen den Hymenialflächen und sind meist anders (heller) gefärbt als das übrige Gewebe.
  • Venae internae: Diese entstehen durch Einfaltung der Trama und sind vom Hymenium ± überzogen

 

verdreht; gedreht: (Stiel) spiralförmig um die Längsachse gewunden; meist durch oberflächliche Befaserung erkennbar.
vertieft: (Hut) breitflächige Eintiefung (schwächer als → trichterförmig)
vidi iconem; v. ic.: ich habe das Bild und die Originaldiagnose des betr. Autors eingesehen ??? wiederholt sich
vielsporig: (Ascus) mit mehr als 8 Sporen; unechte Vielsporigkeit liegt vor, wenn ursprünglich 8 oder weniger Sporen angelegt waren, diese aber noch im Ascus an ihren Septen in kleine Zellen (Sekundärsporen) zerfallen
vikarierend: einander in unterschiedlichen Vorkommensarealen ersetzend
vix: kaum
viz.; videlicet: nämlich
voll: (Stielinneres) ohne Höhlungen irgendwelcher Art (Ggs. → hohl, gekammert)
Volva; Scheide: sackartige Umhüllung der Stielbasis als Rest einer Gesamthülle (→ Velum), die den jungen Frk. vollständig umhüllt hat; bei bestimmten Basidiomyceten (z. B. Volvariella, Amanita, Phallales) anzutreffen
Volvagallerte, Mesoperidie: Gallertschicht der Rutenpilze (Phallales), die sich zwischen der Exoperidie und der Endoperidie befindet.