Autor: Dirk Harmel

Deutscher Name:

Eierwulstling

Wissenschaftlicher Name:

Amanita ovoidea (Bull.) Link 1833

Allgemeine Beschreibung:

   Amanita ovoidea (Eierwulstling) bezeichnet nach Bon eine Art der Sektion Amidella aus der Familie Amanitaceae1. Laut Index Fungorum ist der Name aktuell (Stand: 23.04.2012).

   Bon beschreibt sie als essbare, im Mittelmeerraum vorkommende, nördlich der Alpen seltene Art. Sie hat einen zwölf bis 25 durchmessenden, dickfleischigen, halbkugeligen Hut mit glatter und erst weißer, dann schmutzig ockerlicher Haut. Seine breiten, cremeweißen Lamellen stehen wenig gedrängt. Der weiße, zylindrische Stiel misst 15-20 x 5 cm mit "alt mehligem oder cremigem, bald zerschlissenem Ring". Die derbe, blaßhäutige Volva ist blassocker gefärbt. Das Fleisch ist weiß mit anfangs unauffälligem, später fischigem Geruch. Die zylindrischen Sporen messen 10-12 x 6-7,5 µm. Die an orangefarbener Volva zu erkennende Variante proxima dieser Art soll schwere Vergiftungen ausgelöst haben.1
   Nach Krieglsteiner ist der Hut eiförmig bis flach ausgebreitet, jung mehlig, später seidig glatt und im Alter strohgelb. Auf ihm sind keine Hüllreste zu finden, jedoch ist dessen ungeriefter Rand anfangs mit Flocken behangen. Die weißen Lamellen sind gedrängt, breit und zum Rand hin ausgefranst. Der Stiel hat eine knollige Basis, einen breiten, weißen, oberseits kahlen, unterseits sich flockig auflösenden, hängenden Ring und ist mit leicht abwischbaren, körnigen Flocken besetzt. Der Geschmack ist angenehm. Die Art bevorzugt kalkreiche Böden2

Weitere Quellenangaben

1Bon, M. (2005): Pareys Buch der Pilze. Aktualisierte Ausgabe, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co. KG, S. 298f
2Krieglsteiner, G.J. (Hrsg.)(2003): Die Großpilze Baden Würtembergs Band 4, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart, S. 37f