Deutscher Name:

Fichten-Steinpilz

Weitere deutsche Namen: Herrenpilz
Wissenschaftlicher Name:

Boletus edulis Bull. 1782

Fichten-Steinpilz
© Victor Grönke
Boletus edulis - Steinpilz
Fichten-Steinpilz
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Fichten-Steinpilz
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Fichten-Steinpilz
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   Alle Merkmale und Beschreibungen soweit nicht explizit anders benannt nach Munoz, J.A. (2005): Boletus (Fungi Europaei, vol. 2). Edizioni Candusso, Alassio, S. 309 ff. oder, falls es dort zu einem Merkmal keine Angaben gibt, nach den Angaben in den übergeordneten Taxa. Sofern die Angaben zu einem Merkmal in den hier aufgeführten Quellen im Widerspruch zu denen der höheren Taxa stehen sollten, gilt das Spezielle vor dem Allgemeinen.

Allgemeine Beschreibung:

   Boletus edulis Steinpilz (Fichten-Steinpilz oder Herrenpilz) ist eine Art aus der Sektion Edules und Typusart der Gattung Boletus aus der Familie Boletaceae. Der Pilz kann bisweilen sehr groß werden (bis 35 cm). Der Hut ist in der Regel in irgendeiner Form braun gefärbt. Die Hutoberfläche ist trocken, kann jedoch bei feuchter Witterung auch schmierig sein. Die Röhren sind in der Jugend am Stiel angewachsen, werrden mit zunehmender Reife jedoch frei. Die Poren sind jung weiß gefärbt und werden im alter oliv-gelblich. Auf Druck verfärben sie sich, ebenso wenig wie das Fleisch, nicht. In der Regel tragen die Basidien vier Sporen, sehr selten treten einsporige Basidien auf.
Der Pilz weist eine große ökologische Amplitude auf und bildet sowohl mit Laub- als auch mit Nadelbäumen Mykorrhizen. Zum Beispiel mit Buche (Fagus sylvatica), Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Q. petrea), Marone (Castanea sativa), Birken (Betula spec.), Weißtanne (Abies alba), Gemeine Fichte (Picea excelsa), Douglasien (Pseudotsuga spec.), Kiefern (Pinus spec.), ausnahmsweise auch Zistrosen (Cistus spec.).
Vom Fichten-Steinpilz werden viele Ökovarianten und -formen beschrieben, die sich auch makromorphologisch unterscheiden.
Der Fichten-Steinpilz ist in ganz Deutschland verbreitet und häufig1.

Zu folgenden Merkmalen fanden sich in der genannten Quelle keine Angaben, so dass diese Merkmale nach eigenem Wissen eingegeben wurden:
   - Fruchtkörperrekonstitution bei Wiederbefeuchtung
   - Autolyse
   - Hut gebuckelt
   - Hygrophanität
   - hypogäische Pilzteile
   - Stielansatz
   - Stielfeuchtigkeit
   - Schärfe
   - Keimporus
   - Metachromasie der Sporenwand
   - Sporensepten

Verwechslungsgefahr

Immer wieder kommt es zu Verwechslungen mit dem Gallenröhrling (Tylopilus felleus), der im Gegensatz zum Fichten-Steinpilz jedoch ein dunkelbraunes Stielnetz, einen bitteren Geschmack und im Alter rosawerdende Poren besitzt. Ähnlich kann auch der Kiefern-Steinpilz (B. pinophilus) sein, der jedoch eine rotbraune Hutfarbe besitzt und ausschließlich unter Kiefer (Pinus spec.) vorkommt. Der seltene Bronze-Röhrling (B. aereus) hat einen braunschwarzen Hut und eine dem Stiele gleichfarbenes Netz. Er wächst bei Eichen (Quercus spec.).

Weitere Quellenangaben

1 Krieglsteiner, G. J. (1991): Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West), Band 1: Ständerpilze, Teil A: Nichtblätterpilze. Eugen Ulmer, Stuttgart.