Autor: Dirk Harmel

Deutscher Name:

Grauer Wulstling

Wissenschaftlicher Name:

Amanita excelsa var. cariosa Fr. 1838

Speisewert: essbar

Allgemeine Beschreibung:

   Amanita excelsa var. cariosa aus der Familie Amanitaceae wird im Index Fungorum als nicht aktueler Name gelistet (Stand 29.04.2012). Ob diese Variante des Grauen Wulstlings klar von der Typusform oder den anderen Varianten abzugrenzen ist, ist umstritten. Die Zuordnung zur Sektion Validae folgt derjenigen der Typusform.

   Nach Krieglsteiner ist der Stiel dieser Variante knollenlos und wird schnell hohl. Er gibt jedoch zu bedenken, dass Übergänge vorkämen und diese Variante daher keinen taxonomischen Wert habe.1

   Eigene Beobachtungen zu der Variante wurden bisher nicht gemacht. Da die in Standardliteratur verfügbaren Informationen gering sind, soll hier über den Wert des Taxons nicht entschieden werden. Die Bestimmungsmerkmale auf dieser Seite folgen bis auf die oben angeführten Besonderheiten denen auf der Seite der Typusart.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Gesamter Fruchtkörper
Fruchtkörper
mit Hut und Stiel
Fruchtkörperrekonstitution bei Wiederbefeuchtung
nicht vorhanden
Fruchtkörpergröße
groß, mittel
Hymenophor
Zwischenlamellen
vorhanden
Hymenophorfarbe
weiß
Hymenophoransatz
angeheftet, breit angewachsen, frei
Art des Hymenophors
Lamellen
Anastomosen (Querverbindungen zwischen den Lamellen)
nicht vorhanden
Velum
Velum universale (Gesamthülle)
vorhanden
Velum partiale (Ring, Cortina, etc)
vorhanden
Velum an der Basis
rudimentär oder fehlend
Velum am Hut
grob bewarzter Hut, grobschollige Velumreste
Ringriefung
vorhanden
Ring / Manschette / Cortina
Ring hängend angewachsen
Farbe des Ringes / der Cortina
weiß
Stiel
Stielkonsistenz
bricht faserig
Stielform
keulig, zylindrisch
Stielfeuchtigkeit
trocken
Stieldichte
hohl, vollfleischig
Stielbasis
gerade
Stielansatz
mittig
Hypogäische Pilzteile
fehlend
Hut und Stiel leicht trennbar
ja
Grundfarbe des Stieles
grau, braun, weiß
Beschaffenheit der Stieloberfläche
flockig, schuppig
Umweltfaktoren
Soziabilität
gesellig, einzeln
Habitat
Mischwald, Laubwald, Nadelwald
Olfaktorische / gustatorische Wahrnehmung
Schärfe (nicht bei Täublingen)
mild
Geschmack
süß
Geruch
Kartoffelkeller, obstartig/fruchtig, unbedeutend pilzartig, fehlend
Hut
Hygrophanität
nicht vorhanden
Hutrippung
Hut ungerieft oder nur im Alter leicht gerieft
Hutform
ausgebreitet, gewölbt (konvex), halbkugelig
Hutfarbe ( Hauptfarbe)
grau, braun, ocker
Hutbuckelung
ungebuckelt
Autolyse
nicht vorhanden
Fleisch
Fleischfarbe
braun, weiß
Sporenpulver
Farbe des Sporenpulvers
reinweiß bis blasscreme
Amyloidität
amyloid
Veränderungen / Reaktionen
Chemische Reaktionen
mit Phenol rötend

Mikroskopische Merkmale

Sporenornament
glatt
Sporenform ( ohne Ornamentation)
elliptisch, rundlich
Sporenart
Basidiospore
Cheilozystiden
ballonförmig
Anzahl der Sporen im Ascus bzw. auf der Basidie
4
Sporengröße (Breite x Länge):
6,0 bis 8,0 µm x 7,0 bis 10,0 µm

Weitere Quellenangaben

1Krieglsteiner, G.J. (Hrsg.)(2003): Die Großpilze Baden Würtembergs Band 4, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart, S. 34