Autor: Dirk Harmel

Deutscher Name:

Grauer Wulstling

Wissenschaftlicher Name:

Amanita excelsa var. spissa (Fr.) Neville & Poumarat 2004

Allgemeine Beschreibung:

   Amanita excelsa var. spissa aus der Familie Amanitaceae wird im Index Fungorum als aktueller Name geführt. Es ist jedoch umstritten, ob diese Variante des Grauen Wulstlings klar von der Typusform oder den anderen Varianten abzugren&shyzen ist. Die Zuordnung zur Sektion Validae folgt Bon.1 Auf der Seite der Typusform wird ausführlich dargelegt, weshalb selbige auf die­sen Seiten als einzige Sippe des Formenkreises um den grauen Wulstling mit klarem morpholgischem Wert betrachtet wird. Ob auch die Varianten einen morphologischen Wert haben, wird hier im Moment nicht abschließend beurteilt, die hier beschriebene Sippe bis auf Weiteres als mit unklarem Wert eingestuft.

   Ausführliche Beschreibungen, unabhängig von der Typusform konnten nicht gefunden werden. Die Bestimmungsmerkmale in diesem Artikel richten sich bis auf die vorgenannten nach denen auf der Seite der Stammform.

   Bon sieht Amanita spissa als eigenständige Art mit fleischigem, dunkelbraunem oder grauocker-farbenem Hut und unregelmäßig verteilten Velumflocken. Der Stiel misst bis zu 15 x 3 cm, seine Basis wurzelt meist mehr oder weniger und trägt, wenn überhaupt, nur flockige Reste des Velums. Das Fleisch ist weiß mit gelegentlich fuchsigen Flecken, sein Gruch leicht rettichartig. Die Sporen sind 10 x 7-8 µm und nach der dort aufgeführten Zeichnung elliptisch.2
   Krieglsteiner nennt die Hutfarbe grau- bis rauchbraun und schreibt, dass hier im Gegensatz zur   Stammform die Velumreste nicht in Form von grobscholligen Resten sondern nur in der von fest anhaftenden Flocken vorlägen sowie dass der Geruch dumpf sei oder fast fehle. Er weist darauf hin, dass es Übergänge zum Typus gäbe und der Varietät somit kein taxonomischer Wert zugesprochen werden könne.3

Weitere Quellenangaben

1Bon, M (2005): Pareys Buch der Pilze. Aktualisierte Ausgabe, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co. KG, S. 296
2Bon, M (2005): Pareys Buch der Pilze. Aktualisierte Ausgabe, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co. KG, S. 296
3Krieglsteiner, G.J. (Hrsg.)(2003): Die Großpilze Baden Würtembergs Band 4, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart, S. 34