Autor: Dirk Harmel

Deutscher Name:

Kiefern-Steinpilz

Wissenschaftlicher Name:

Boletus pinophilus Pilat & Dermek 1973

Speisewert: vorzüglich
Kiefern-Steinpilz
© Dirk Harmel
Kiefern-Steinpilz - Boletus pinophilus
Systematik
Reich Fungi (Pilze)
Abteilung Basidiomycota (Basidienpilze)
Unterabteilung Agaricomycotina (Ständerpilze)
Klasse Agaricomycetes (Agaricomycetes)
Unterklasse Agaricomycetidae (Hutpilze)
Ordnung Boletales (Röhrenpilze)
Familie Boletaceae (Röhrlingsartige)
Gattung Boletus (Röhrling)
Sektion Edules (Edules)
Art Boletus pinophilus (Kiefern-Steinpilz)
Kiefern-Steinpilz
© Dirk Harmel
Kiefern-Steinpilz
© Dirk Harmel

   Alle Merkmale und Beschreibungen soweit nicht explizit anders benannt nach Munoz, J.A. (2005): Boletus (Fungi Europaei, vol. 2). Edizioni Candusso, Alassio, S. 331 ff. oder, falls es dort zu einem Merkmal keine Angaben gibt, nach den Angaben in den übergeordneten Taxa. Sofern die Angaben zu einem Merkmal in den hier aufgeführten Quellen im Widerspruch zu denen der höheren Taxa stehen sollten, gilt das Spezielle vor dem Allgemeinen.

Allgemeine Beschreibung:

Der Kiefern-Steinpilz kommt fast ausschließlich unter Kiefern (Pinus spec.) vor, kann aber auch mit Weißtanne (Abies alba), Marone (Castanea sativa) und Buche (Fagus sylvatica) Mykorrhizen bilden. Er ist in Deutschland zerstreut verbreitet und selten1.

Zu folgenden Merkmalen fanden sich in der genannten Quelle keine Angaben, so dass diese Merkmale nach eigenem Wissen eingegeben wurden:
   - Fruchtkörperrekonstitution bei Wiederbefeuchtung
   - Autolyse
   - Hut gebuckelt
   - Hutrippung
   - Hygrophanität
   - hypogäische Pilzteile
   - Stielansatz
   - Stielfeuchtigkeit
   - Milch und Velum
   - Keimporus
   - Metachromasie der Sporenwand
   - Sporensepten

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Gesamter Fruchtkörper
Fruchtkörper
mit Hut und Stiel
Fruchtkörperrekonstitution bei Wiederbefeuchtung
nicht vorhanden
Fruchtkörpergröße
groß
Veränderungen / Reaktionen
Verfärbung(en) bei Verletzung
fehlend
Velum
Velum universale (Gesamthülle)
nicht vorhanden
Velum partiale (Ring, Cortina, etc)
nicht vorhanden
Velum an der Basis
rudimentär oder fehlend
Velum am Hut
fehlend
Ringriefung
nicht vorhanden
Ring / Manschette / Cortina
fehlend
Stiel
Stielkonsistenz
bricht faserig
Stielform
keulig
Stielfeuchtigkeit
trocken
Stieldichte
vollfleischig
Stielansatz
mittig
Hypogäische Pilzteile
fehlend
Grundfarbe des Stieles
ocker
Beschaffenheit der Stieloberfläche
helles Netz
Milch
Milch
fehlend
Exsudation (Guttationstropfen)
fehlend
Hut
Hygrophanität
nicht vorhanden
Hutfarbe ( Hauptfarbe)
rotbraun
Hutbuckelung
ungebuckelt
Beschaffenheit der Hutoberfläche (ohne Berücksichtigung des Hutvelums und Feuchtigkeit)
glatt
Autolyse
nicht vorhanden
Fleisch
Fleischigkeit
dickfleischig
Sporenpulver
Farbe des Sporenpulvers
olivbraun
Umweltfaktoren
Bodenqualität
sauer
Hymenophor
Art des Hymenophors
Röhren

Mikroskopische Merkmale

Sporensepten
keine
Sporenornament
glatt
Sporeninhalt
mehr Tropfen
Sporenform ( ohne Ornamentation)
elliptisch
Sporenart
Basidiospore
Schnallen
nicht vorhanden
Kaulozystiden
flaschenförmig
Cheilozystiden
flaschenförmig
Aufbau der Hutdeckschicht
trichodermal
Anzahl der Sporen im Ascus bzw. auf der Basidie
4
Sporengröße (Breite x Länge):
4,0 bis 6,0 µm x 15 bis 19 µm

Weitere Quellenangaben

1 Krieglsteiner, G. J. (1991): Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West). Band 1: Ständerpilze, Teil A: Nichtblätterpilze. Eugen Ulmer, Stuttgart.