Autor: Dirk Harmel

Deutscher Name:

Netzstieliger Hexen-Röhrling

Wissenschaftlicher Name:

Boletus luridus Schaeff.: Fr.

Netzstieliger Hexen-Röhrling
© Dirk Harmel
Boletus luridus - Netzstieliger Hexen-Röhrling
Systematik
Reich Fungi (Pilze)
Abteilung Basidiomycota (Basidienpilze)
Unterabteilung Agaricomycotina (Ständerpilze)
Klasse Agaricomycetes (Agaricomycetes)
Unterklasse Agaricomycetidae (Hutpilze)
Ordnung Boletales (Röhrenpilze)
Familie Boletaceae (Röhrlingsartige)
Gattung Boletus (Röhrling)
Sektion Luridi (Luridi)
Art Boletus luridus (Netzstieliger Hexen-Röhrling)
Netzstieliger Hexen-Röhrling
© Dirk Harmel
Netzstieliger Hexen-Röhrling
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Netzstieliger Hexen-Röhrling
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Allgemeine Beschreibung:

   Boletus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling) ist eine Art der Sektion luridi aus der Familie Boletaceae. Der Hut des Netzstieligen Hexen-Röhrlings kann sehr unterschiedlich gefärbt sein, in der Regel sind jedoch Gelbtöne immer vorhanden.
   Bezüglich der Genießbarkeit gehen die Meinungen zum Netzstieligen Hexen-Röhrling weit auseinander. Die Symptome sollen denjenigen des Coprinus-Syndroms ähneln. Allerdings wurde bisher kein Coprin nachgewiesen. Vergiftungsfälle könnten also auf individuelle Unverträglichkeiten beruhen1. Es wird jedoch auch diskutiert, ob Vergiftungen mit dem Netzstieligen Hexen-Röhrling auf Verwechslungen mit dem sehr seltenen Ochsen-Röhrling (B. torosus) beruhen. In Letzterem wurde Coprin nachgewiesen und tatsächlich können beide Arten sehr ähnlich aussehen2.
   Am häufigsten wächst der Pilz unter Eichen (Quercus spec.), Buche (Fagus sylvatica) und Marone (Castanea sativa). Seltener kommt der Pilz unter Birken (Betula spec.) und Linden (Tilia spec.) vor. Sehr selten tritt er unter Tannen (Abies spec.) auf. Er ist in ganz Deutschland verbreitet unter Bevorzugung der kollinen und montanen Stufe und häufig3.

   Zu folgenden Merkmalen fanden sich in der genannten Quelle keine Angaben, so dass diese Merkmale nach eigenem Wissen eingegeben wurden:
   - Autolyse
   - Hut gebuckelt
   - Hutrippung
   - Hygrophanität
   - hypogäische Pilzteile
   - Stielansatz
   - Stielfeuchtigkeit
   - Velum und Milch
   - Schärfe
   - Keimporus
   - Metachromasie der Sporenwand
   - Sporensepten

Weitere Quellenangaben

1 Montag, K. (2010): Der Tintlings Wochenkalender 2011. Der Tintling, Schmelz.
2 Kiwitt, U. & Laatsch, H. (1994): Coprin in Boletus torosus: Beruht die angebliche Alkoholunverträglichkeit durch den Verzehr des Netzstieligen Hexenröhrlings (Boletus luridus) auf einer Verwechslung? Zeitschrift für Mykologie 60(2): 423-430.
3 Krieglsteiner, G. J.(1991): Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West). Band 1: Ständerpilze, Teil A: Nichtblätterpilze. Eugen Ulmer, Stuttgart.