Deutscher Name:

Orangeroter Träuschling

Weitere deutsche Namen: Orangeroter Schwefelkopf
Wissenschaftlicher Name:

Stropharia aurantiaca (Cooke 1883) Imai 1938

Orangeroter Träuschling
© Hans-Peter Hein
Stropharia aurantiaca - Orangeroter Träuschling
Systematik
Reich Fungi (Pilze)
Abteilung Basidiomycota (Basidienpilze)
Unterabteilung Agaricomycotina (Ständerpilze)
Klasse Agaricomycetes (Agaricomycetes)
Unterklasse Agaricomycetidae (Hutpilze)
Ordnung Agaricales (Blätterpilze)
Familie Strophariaceae (Träuschlingsartige)
Gattung Stropharia (Träuschlinge)
Art Stropharia aurantiaca (Orangeroter Träuschling)
Orangeroter Träuschling
© Hans-Peter Hein
Stropharia aurantiaca - Orangeroter Träuschling
Orangeroter Träuschling
© Hans-Peter Hein
Orangeroter Träuschling
Orangeroter Träuschling
© Hans-Peter Hein
Sporenbild Stropharia aurantiaca

Allgemeine Beschreibung:

Stropharia aurantiaca ist lt. MycoBank eine Art aus der Familie Strophariaceae und der Gattung Stropharia (Angaben vom 31.7.2012). Der von Ludwig2 vorgenommenen Zuordnung zur Gattung Hypholoma möchte ich mich nicht anschließen.
Sowohl Gerhardt1 als auch Ludwig2 bezeichnen die Art als selten, aber seit Jahren in Ausdehnung begriffen.
Der von Juni bis Dezember einzeln bis büschelig wachsende Pilz bevorzugt anthropogen beeinflusste Standorte auf totem Holz, häufig auch auf Holzhäcksel oder auch auf nährstoffreichem Erdboden.2
Die Hüte weisen einen Durchmesser von 2 bis 5 cm auf; sie sind jung konvex, später flacher und stumpf gebuckelt. Die Hutfarbe ist ziegelrot-bräunlich bis tief zinnoberrot (nach Gerhardt1 orange-blutrot), die Huthaut bei Feuchtigkeit schleimig. Am Hutrand sind bei jungen Pilzen weißliche Schüppchen als Velumreste zu beobachten.2
Reife Lamellen sind grauviolett mit einem schwachen Olivton, später sind sie dann grau bis olivbraun; sie sind abgerundet bis breit am Stiel angewachsen.2
Der schlanke, weißliche bis gelbliche Stiel ist im unteren Teil faserschuppig. Nach Ludwig 2 ist er apikal und basal verbreitert (fast knollig). An der Stielbasis ist stellenweise eine orange-bräunliche Färbung zu beobachten.
Geruch und Geschmack sind schwach süßlich-pilzig.2 Laux3 schreibt hingegen, dass sich ein besonderer Geruch und Geschmack nicht feststellen lassen.
Ludwig gibt die Sporengröße mit (9)9,5-12,5(13)x6-7(8)µm an; sie sind ellipsoid, einseitig abgeflacht und besitzen einen deutlichen Keimporus. Die Sporenfarbe ist purpurbraun.2

Weitere Quellenangaben

1 Gerhardt, E (2006): Der große BLV Pilzführer für unterwegs. München, blv, S. 330
2 Ludwig, E (2001): Pilzkompendium. Bd. 1 Beschreibungen. Eching, IHW-Verlag, S. 206 f.
3 Laux, H (2001): Der große Kosmos Pilzführer. Stuttgart, Kosmos, S. 314