Deutscher Name:

Riesen-Träuschling

Weitere deutsche Namen: Braunkappe, Kulturträuschling
Wissenschaftlicher Name:

Stropharia rugosoannulata Farlow 1922

Riesen-Träuschling
© Hans-Peter Hein
Stropharia rugosoannulata - Riesen-Träuschling
Systematik
Reich Fungi (Pilze)
Abteilung Basidiomycota (Basidienpilze)
Unterabteilung Agaricomycotina (Ständerpilze)
Klasse Agaricomycetes (Agaricomycetes)
Unterklasse Agaricomycetidae (Hutpilze)
Ordnung Agaricales (Blätterpilze)
Familie Strophariaceae (Träuschlingsartige)
Gattung Stropharia (Träuschlinge)
Art Stropharia rugosoannulata (Riesen-Träuschling)
Riesen-Träuschling
© Hans-Peter Hein
Sporenbild Stropharia rugosoannulata
Riesen-Träuschling
© Hans-Peter Hein
Riesen-Träuschling
Riesen-Träuschling
© Hans-Peter Hein
Riesen-Träuschling
Riesen-Träuschling
© Hans-Peter Hein
Junger Riesen-Träuschling

Allgemeine Beschreibung:

Stropharia rugosoannulata ist eine Art aus der Familie Strophariaceae.
Die Art wird auch als Zuchtpilz unter dem Handelsnamen "Braunkappe" in den Handel gebracht.
Bon1, Gerhardt2 und Ludwig3 weisen darauf hin, dass der Verzehr in Einzelfällen zu Magenbeschwerden führen kann.
Die Art erscheint nach Gerhardt2 und Ludwig3 von Juni bis Oktober, während Krieglsteiner4 von einer ausgeprägten Fruktifikationslücke im Sommer ausgeht.
Stropharia rugosoannulata kommt vorwiegend außerhalb des Waldes auf gedüngten Flächen vor (verrottendes Stroh, Gartenabfälle, Holzhäcksel), auch in Gärten, an Wegrändern und Ruderalstellen.
Die Angaben über den Hutdurchmesser schwanken in der Literatur, während Ludwig3 eine Mindestgröße von 3,5 cm angibt, sind es bei Dähncke5 10 cm. Der maximale Durchmesser reicht von 10 cm bei Dähncke bis 20 cm bei Gerhardt2. Der Hut ist zunächst halbkugelig, später verflachend bis niedergedrückt. Die Hutfarbe junger Exemplare ist graubraun bis kräftig kastanienbraun, älter ausblassend bis zu einem Ockerbraun. Die glänzende Huthaut wird bei Feuchtigkeit nur wenig schmierig.
Die am Stiel breit angewachsenen Lamellen verändern ihre Farbe von hellgrau über graublau zu grauviolettlich; die Lamellenschneiden sind heller.
Der 7-20 cm lange Stiel ist oberhalb des auffallend grobgezähnten, dicken Ringes von blasser Farbe, unterhalb des Ringes hingegen gelb-ockerlich und von faseriger Struktur.
Während Ludwig3 den Geschmack als etwas gemüse- oder rettichartig beschreibt, erinnert er Gerhardt2 an rohe Kartoffeln.
Die Angaben zur Sporenpulverfarbe reichen von purpurgrau-braun5 über rußbraun3 bis schwarzviolett2.
Unterschiedlich sind auch die Angaben zur Sporengröße: 10-14x6,5-8 µ bei Gerhardt2, 11-14x7,5-8,5 µ bei Ludwig3 und 11-18x7,5-10 µ bei Dähncke5.
Noordeloos gibt die Sporengröße mit 11-15(-17)x6,0-8,0x7,0-9,0 µm an.6

Weitere Quellenangaben

1 Bon, M (2005): Pareys Buch der Pilze. Stuttgart, Kosmos, S. 250
2 Gerhardt, E (2006): Der große BLV Pilzführer für unterwegs. München, BLV, S. 326
3 Ludwig, E (2000): Pilzkompendium, Bd. 1, Beschreibungen. Eching, IHW-Verlag, S. 665 f.
4 Krieglsteiner, G (Hrsg.) (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs. Bd. 4 Ständerpilze: Blätterpilze II. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, S. 416 f.
5 Dähncke, R (2009): 1200 Pilze in Farbfotos. Augsburg, Verlagsgruppe Weltbild, S. 600
6 Noordeloos, M.E. (2011): Strophariaceae s.l. In: Fungi Europaei 13. Alassio: Edizioni Candusso, S. 71