Deutscher Name:

Schönfußröhrling

Wissenschaftlicher Name:

Boletus calopus Pers. 1801

Speisewert: ungenießbar

   Alle Merkmale und Beschreibungen soweit nicht explizit anders benannt nach Munoz, J.A. (2005): Boletus (Fungi Europaei, vol. 2). Edizioni Candusso, Alassio, S. 370 ff. oder, falls es dort zu einem Merkmal keine Angaben gibt, nach den Angaben in den übergeordneten Taxa. Sofern die Angaben zu einem Merkmal in den hier aufgeführten Quellen im Widerspruch zu denen der höheren Taxa stehen sollten, gilt das Spezielle vor dem Allgemeinen.

Allgemeine Beschreibung:

Der Hut des Schönfußröhrlings ist jung gewölbt und veflacht mit dem Alter. Die Farbe ist im allgemeinen eher hell, grau bis ockerlich, selten auch mit Olivtönen. Der Stiel ist ind er Regel schön rot gefärbt und mit einer gelben Netzzeichnung versehen. Der Pilz wächst meistens bei Laubbäumen, vor allem Buche (Fagus sylvatica), Marone (Castanea sativa) und Stiel- und Traubeneiche (Quercus robur und Q. petrea). Sehr selten wächst er in Nadelwäldern und ist dann mit Weißtanne (Abies alba) vergesellschaftet.
Der Schönfußröhrling ist im Flachland selten und kommt vor allem in der kollinen bis montanen Stufe vor1.

Zu folgenden Merkmalen fanden sich in der genannten Quelle keine Angaben, so dass diese Merkmale nach eigenem Wissen eingegeben wurden:
   - Fruchtkörperrekonstitution bei Wiederbefeuchtung
   - Autolyse
   - Hut gebuckelt
   - Hutrippung
   - Hygrophanität
   - hypogäische Pilzteile
   - Stielansatz
   - Stielfeuchtigkeit
   - Schärfe
   - Keimporus
   - Metachromasie der Sporenwand
   - Sporensepten

Verwechslungsgefahr

Verwechslungsgefahr besteht bei Beachtung aller Merkmale nicht. Der nah verwandte Wurzelnde Bitterröhrling (Boletus radicans) unterscheidet sich durch den deutlich anders gefärbten Stiel.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Gesamter Fruchtkörper
Fruchtkörper
mit Hut und Stiel
Fruchtkörperrekonstitution bei Wiederbefeuchtung
nicht vorhanden
Veränderungen / Reaktionen
Verfärbung(en) bei Verletzung
bläuend
Velum
Velum universale (Gesamthülle)
nicht vorhanden
Velum partiale (Ring, Cortina, etc)
nicht vorhanden
Velum an der Basis
rudimentär oder fehlend
Velum am Hut
fehlend
Ringriefung
nicht vorhanden
Ring / Manschette / Cortina
fehlend
Stiel
Stielkonsistenz
bricht faserig
Stielform
keulig
Stielfeuchtigkeit
trocken
Stieldichte
vollfleischig
Stielansatz
mittig
Hypogäische Pilzteile
fehlend
Grundfarbe des Stieles
rot
Beschaffenheit der Stieloberfläche
helles Netz
Olfaktorische / gustatorische Wahrnehmung
Schärfe (nicht bei Täublingen)
mild
Geschmack
bitter
Geruch
obstartig/fruchtig
Milch
Milch
fehlend
Exsudation (Guttationstropfen)
fehlend
Hymenophor
Hymenophorfarbe
gelb
Art des Hymenophors
Röhren
Hut
Hygrophanität
nicht vorhanden
Hutrippung
Hut ungerieft oder nur im Alter leicht gerieft
Hutfeuchtigkeit
trocken
Hutbuckelung
ungebuckelt
Beschaffenheit der Hutoberfläche (ohne Berücksichtigung des Hutvelums und Feuchtigkeit)
samtig
Autolyse
nicht vorhanden
Fleisch
Fleischigkeit
dickfleischig
Sporenpulver
Farbe des Sporenpulvers
olivbraun
Umweltfaktoren
Bodenqualität
sauer

Mikroskopische Merkmale

Sporensepten
keine
Sporenornament
glatt
Sporeninhalt
mehr Tropfen
Sporenform ( ohne Ornamentation)
elliptisch
Sporenart
Basidiospore
Schnallen
nicht vorhanden
Aufbau der Hutdeckschicht
trichodermal
Anzahl der Sporen im Ascus bzw. auf der Basidie
4
Sporengröße (Breite x Länge):
4,0 bis 5,0 µm x 11,0 bis 15 µm

Weitere Quellenangaben

1 Krieglsteiner, G. J. (1991): Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West), Band 1, Ständerpilze, Teil A, Nichtblätterpilze. Eugen Ulmer, Stuttgart.