Deutscher Name:

Träuschlingsartige

Wissenschaftlicher Name:

Strophariaceae Singer & A.H. Sm. 1946

Typustaxon: Träuschlinge (Stropharia)
Träuschlingsartige
© Hans-Peter Hein
Typusart der Typusgattung Stropharia ist Stropharia aeruginosa
Systematik
Reich Fungi (Pilze)
Abteilung Basidiomycota (Basidienpilze)
Unterabteilung Agaricomycotina (Ständerpilze)
Klasse Agaricomycetes (Agaricomycetes)
Unterklasse Agaricomycetidae (Hutpilze)
Ordnung Agaricales (Blätterpilze)
Familie Strophariaceae (Träuschlingsartige)

Allgemeine Beschreibung:

   Die Strophariaceae (Träuschlingsartige) bilden eine Familie in der Ordnung der Agaricales (Blätterpilze) mit den Gattungen Agrocybe (Ackerlinge), Galerina (Häublinge), Gymnopilus (Flämmlinge), Hebeloma (Fälblinge), Hypholoma (Schwefelköpfe), Kuehneromyces (Stockschwämmchen), Pholiota (Schüpplinge), Psilocybe (Kahlköpfe), Stagnicola (Grabenschnitzlinge) und Stropharia (Träuschlinge). Im Index Fungorum wird allerdings die Gattung Stropharia zu den Psilocybe gestellt.

Während Krieglsteiner zu den Strophariaceae die Gattungen Flammulaster, Hypholoma, Kuehneromyces, Melanotus, Phaeomarasmius, Psilocybe, Pholiota, Stropharia und Tubaria zählt, lassen Bas & al. nur die Gattungen Psilocybe und Pholiota gelten.1

Makroskopische Merkmale

Die Familie Strophariaceae umfasst überwiegend kleine bis mittelgroße Pilze, seltener auch Arten mit größeren Fruchtkörpern. Es gibt Arten mit und auch solche ohne Ring. Allen gemeinsam ist die dunkle Sporenpulverfarbe, die violettschwarz, violettgrau, dunkelbraun oder schwarzbraun sein kann. Die Lamellen sind am Stiel angeheftet oder breit angewachsen und reif bei den meisten Arten dunkelbraun, z.T. sind sie charakteristisch gescheckt. Die Hüte können unterschiedliche Farben, haben; es gibt braune aber auch rote, grüne und blaue. Sowohl klebrig-schmierige Huthaut, aber auch hygrophane und kahle Hüte sowie Velumreste oder deren Fehlen sind möglich.2

Die meisten Arten sind giftig oder giftverdächtig, nur wenige sind Speisepilze.3

Die Arten der Familie wachsen auf Erde, Holz, Rinde, Pflanzenresten oder auch Mist.2

Mikroskopische Merkmale

Die Sporen sind oval, elliptisch oder mandelförmig, glatt, braun bis schwarz, opak, meist mit Keimporus (oder Kallus). Cheilozystiden sind vorhanden, bisweilen mit Pleurozystiden bzw. Chrysozystiden. Die Huthaut ist kutikulär (glatt bis radialfaserig), seltener trichodermal (faserig bis schuppig) oder hymeniform (zellig). Schnallen sind vorhanden.2
   

Weitere Quellenangaben

1 Krieglsteiner, G. (Hrsg.) (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs. Bd. 4, S. 346f.
2 Horak, E. (2005): Röhrlinge und Blätterpilze in Europa, 5. Aufl., S. 326
3 Lüder, R. (2008): Grundkurs Pilzbestimmung. 2. Aufl., S. 250