Pilze Bestimmen - Bestimmungsschlüssel für Pilze

Bit­te le­sen Sie zu­nächst auf­merk­sam nach­fol­gen­de Er­läu­te­run­gen, das er­spart Ih­nen vie­le Fra­gen und uns Ant­wor­ten! Na­tür­lich ste­hen wir zu sub­stan­ti­ier­ten Fra­gen oder kon­struk­ti­ver Kri­tik ger­ne Re­de und Ant­wort, wen­den Sie sich bei art­spe­zi­fi­schen Fra­gen bit­te im­mer an den Au­­tor des ent­spre­chen­den Ar­ti­kels.

 

 

Erläuterungen zur Funktion des Schlüssels

 

 

Vor- und Nachteile verschiedener Schlüsselarten

   Bei der Gestaltung der Bestimmungsfunktion war zunächst die Frage zu klären, ob ein dichotomer (bzw. polytomer) oder ein Matrix-Schlüssel genutzt werden soll, beide haben Vor- und Nachteile.

 

Dichtome bzw. polytome Schlüssel

   In Pilzbestimmungsbüchern finden Sie meistens dichotome bzw. polytome Schlüssel. Bei erstem müssen sie zunächst eines von zwei Merkmalen wählen, bei letztem wählen Sie aus mehreren Merkmalen. Entsprechend der Auswahl gelangen Sie im nächsten Schritt wieder zu einer Wahl aus zwei oder mehr Möglichkeiten, usw. Der Vorteil ist, dass Sie in wenigen Schritten zum Ergebnis kommen. Der entscheidende Nachteil ist jedoch, dass Sie kein Ergebnis erzielen, wenn ein Merkmal der vorliegenden Art nicht klar erkennbar ist oder ein falsches Ergebnis bekommen, wenn Sie sich bei einem nicht eindeutig erkennbaren Merkmal für eine andere Lösung entscheiden als der Autor des Schlüssels bzw. der im Buch aufgeführten Art. Als Beispiel seien hier die "Freiblättler" genannt, die in den meisten Büchern schon in den ersten Schritten ausgeschlüsselt werden. Bei einigen Arten, z.B. den meisten Champignons, ist gut zu erkennen, dass die Lamellen nicht angewachsen sind, sondern frei stehen. Bei anderen Arten, z.B. vielen Amaniten, ist dies nicht klar erkennbar oder die Lamellen erscheinen angewachsen. Hier kommen Sie nur dann weiter, wenn Sie schon wissen, dass es sich um eine Amanita handelt und diese entgegen dem Anschein ein Freiblättler und entsprechend einzuordnen ist. Ein Schlüssel sollte jedoch nicht Wissen voraussetzen, sondern vermitteln.

 

Matrix-Schlüssel (Synoptischer Schlüssel)

   Beim Matrix-Schlüssel, oft auch Synoptischer Schlüssel genannt, gehen Sie nicht in mehreren Schritten vor, sondern wählen zunächst alle Ihnen bekannten, hier quasi nebeneinander stehenden Merkmale aus, können dabei jedoch uneindeutige Merkmale offen lassen. Erst nach Auswahl aller bzw. beliebig vieler Merkmale starten Sie dann die Suchfunktion und erhalten, je nach vorheriger Auswahl, ein Ergebnis mit einer oder mehreren Arten oder Gattungen. Neben der Vielzahl der auszuwählenden Merkmale ist hier also der Nachteil, nicht unbedingt ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten. Dies wird jedoch dadurch kompensiert, dass auf den Seiten der im Ergebnis angezeigten Arten Bilder und weitere Merkmale aufgeführt sind, die ob Ihrer Ausführlichkeit nicht in die Suchfunktion einbezogen werden können. Hiermit sollte dann eine eindeutige Bestimmung möglich sein. Entscheidender Vorteil des Matrix-Schlüssels ist, dass Sie uneindeutige oder unbekannte Merkmale überhaupt nicht auswählen müssen und trotzdem weiter kommen. Natürlich muss auch hier gewusst werden, welche Merkmale schwierig bzw. uneindeutig sind und entsprechend frei gelassen werden sollten. Hierauf wird im Folgenden jedoch hingewiesen und es bleibt Ihnen belassen, eine Auswahl für das entsprechende Merkmal zu treffen.

 

Hier verwendete Schlüssel

   Die Entscheidung ist auf eine Mischung aus beiden Schlüsseltypen gefallen. Im ersten, nachfolgend aufgeführten polytomen Schritt, wählen Sie aus verschiedenen Fruchtkörperformen. Dies sollte auch ohne Vorwissen, nur anhand der sichtbaren Merkmale einer vorliegenden Art möglich sein. Sie gelangen dann je nach Wahl auf eine entsprechende neue Seite mit einem Matrix-Schlüssel. Dort finden Sie weitere Erläuterungen.

 

 

Bit­te wäh­len Sie nun zur Be­stim­mung ei­ner Ih­nen vor­lie­gen­den Art zu­nächst ei­ne der nach­fol­gen­den Frucht­kör­per­for­men aus!

Fruchtkörperform

 

Haftungshinweis:

Die Bestimmung von Pilzen mit dem hier verwendeten Schlüssel sowie die Angaben auf den Seiten einer Pilzart sind nur allgemeiner Natur, wir geben keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Angaben. Die Bestimmung eines Pilzes zu Speisezwecken darf niemals allein durch technische Hilfsmittel (z.B. wie hier die Abfrage von Merkmalen in Datenbanken), durch Bilder oder Beschreibungen in Büchern, auf Internetseiten oder in sonstigen Medien erfolgen. Die Bestimmung erfordert immer die Erfahrung eines ausgebildeteten Pilzsachverständigen, der die o.a. Hilfsmittel zu handhaben weiß.