Coprinus-Syn­drom

Ver­­ur­­sa­­chen­­des Gif­­t: Coprin in Zusammenwirkung mit Alkohol

Le­­ta­­le Do­­sis: un­­be­­kannt

La­­tenz­­zeit: 15 min bis 2 h

Ers­te Symp­­to­­me: Haut­rö­tun­gen, Hit­ze­ge­fühl im Kopf, Kreis­lauf­stö­run­gen, Herz­klop­fen, Herzryth­mus­stö­run­gen, Schwin­del, Er­bre­chen

Krank­­heits­­ver­­lauf: In­nerhalb von 30 min bis 2 h klingen die Symptome ab.

The­ra­­pie: Me­di­ka­men­tö­se Be­hand­lung des bloc­kier­ten Al­de­hyd­ab­baus, bei star­ker Er­re­gung Be­ru­hi­gung des Pa­tien­ten

Fol­­gen­­de Ar­­ten ent­­hal­­ten o.a. Gift und ver­­ur­­sa­­chen das Co­prin-Syn­­drom:

  • Grau­er Fal­ten­tint­ling (Co­pri­nus atra­men­ta­ri­us)

Die Gift­wir­kung des Co­prin ba­siert auf der Bloc­kade des Ab­baus von Aze­tal­de­hyd im mensch­li­chen Kör­per, das sei­ner­seits ein Ab­bau­pro­dukt des Al­ko­hols ist. Co­prin wirkt da­her nur im Zu­sam­men­hang mit Al­ko­hol pa­tho­lo­gisch. Das Co­prin ver­bleibt bis zu 72 h nach der Pilz­mahl­zeit im mensch­li­chen Kör­per. Wird in­ner­halb die­ser Zeit Al­ko­hol ge­trun­ken, kön­nen die Symp­to­me aus­ge­löst wer­den, auch er­neut nach dem Ab­klin­gen wenn wie­der­holt Al­ko­hol kon­su­miert wird.

 

Die nach­fol­gen­den Ar­ten lö­sen bei gleich­zei­ti­gem Kon­sum von Al­ko­hol die glei­chen Symp­to­me aus, in ih­nen konn­te je­doch kein Co­prin nach­ge­wie­sen wer­den:

  • wei­­te­­re Co­pri­nus-Ar­ten (nach jetzt gül­ti­gem Tax­on Ar­ten der Gat­tun­gen Co­pri­nel­lus und Co­pri­nop­sis, der Au­tor
  • Keu­len­fuß­trich­ter­ling (Cli­to­cy­be cla­vi­pes)
  • Netz­stie­li­ger Hex­en­röhr­ling (Bo­le­tus lu­ri­dus) (umstritten)
  • Och­­sen­röhr­ling (Bo­le­tus to­ro­sus)
  • Wei­ßer Ras­ling (Ly­o­phyl­lum con­na­tum)