Muscarin-Syn­drom

Ver­­ur­­sa­­chen­­de Gif­­te: Mus­ca­rin

Le­­ta­­le Do­­sis: un­be­kannt

La­­tenz­­zeit: 15 bis 30 min, teil­wei­se 2 h

Ers­te Symp­­to­­me: Pu­pil­len­ver­en­gung, Seh­stö­run­gen, Trä­nen- und Spei­chel­fluss, Schweiß­aus­bruch, Brech­­durch­fall, Bauch­­ko­li­ken, Kreis­lauf­stö­run­gen, Zuc­kungen der Glied­ma­ßen, Be­wusst­seins­stö­run­gen

Krank­­heits­­ver­­lauf: in leich­ten Fäl­len klin­gen die Symp­to­me nach ei­ni­gen Stun­den ab. Bei rich­ti­ger Be­hand­lung ist kein töd­li­cher Ver­lauf zu er­war­ten.

The­ra­­pie: Ent­lee­rung des Ma­gen-Darm-Ka­nals, Ver­ab­rei­chung des Ge­gen­gif­tes Atro­pin. Mus­ca­rin ist das ein­zi­ge Pilz­gift für das ein An­ti­dot exis­tiert.

Fol­­gen­­de Ar­­ten ent­­hal­­ten Mus­ca­rin und ver­­ur­­sa­­chen das ent­spre­chen­de Syn­­drom (Die Lis­­te ist nicht voll­­stän­­dig):

  • Wachs­stie­li­ger Trich­ter­ling (Cli­to­cy­be can­di­dans)
  • Feld­trich­ter­ling (Cli­to­cy­be de­al­ba­ta)
  • Laub­freund-Trich­ter­ling (Cli­to­cy­be phyllo­phi­la)
  • Rin­nig­be­reif­ter Trich­ter­ling (Cli­to­cy­be ri­vu­lo­sa)
  • wei­te­re Cli­to­cy­ben
  • Zie­­gel­ro­ter Riss­pilz (Ino­cy­be eru­bes­cens)
  • Ke­ge­li­ger Riss­pilz (Ino­cy­be ri­mo­sa)
  • wei­te­re Ino­cy­ben

Benannt ist das verursachende Gift nach Amanita muscaria, dem Fliegenpilz, in welchem es vermutet wurde. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass es dort nur in geringen Mengen vorhanden ist. Die Giftigkeit dieser Art beruht auf anderen Inhaltsstoffen, besonders Ibotensäure, Muscimol und Muscazon (siehe Pantherina-Syndrom)