Phal­lo­i­des-Syn­drom

Ver­ur­sa­chen­de Gif­te: Ama­ni­ti­ne (Ama­to­xi­ne)

Le­ta­le Do­sis: 5 bis 7 mg (je nach Körper­ge­wicht)

La­tenz­zeit: meist 6 bis 12, teils nur 4 oder bis zu 24 h

Erste Symp­to­me: un­still­ba­re Brech­durch­fäl­le mit Leib­schmerzen, in der Fol­ge Durst­ge­fühl, Mus­kel­kräm­pfe und Herz-Kreis­lauf­be­schwer­den durch Was­ser- und Elek­tro­lyt­ver­lus­te

Krank­heits­ver­lauf: nach schein­ba­rer Er­ho­lung folgt ei­ne Schä­di­gung von Le­ber und Nie­ren (he­pa­to­re­na­le Pha­se).

Thera­pie: Ent­fer­nung der Gif­te aus dem Kör­per, Che­mo­the­ra­pie um die Auf­nah­me des Gif­tes in die Le­ber­zel­len zu ver­hin­dern, Be­hand­lung der Fol­gen der Was­ser- und Elek­tro­lyt­ver­lus­te. Seit ei­ni­ger Zeit wer­den Pe­ni­zil­lin G und Si­li­bi­nin (ent­hal­ten in der Ma­rien­dis­tel, Si­ly­bum ma­ri­a­num) the­ra­peu­tisch ein­ge­setzt, wo­durch die frü­her bei über 20% ge­le­ge­ne Sterb­lich­keit deut­lich ge­senkt wer­den konn­te.

 

Fol­gen­de Ar­ten ent­hal­ten Ama­ni­ti­ne und ver­ur­sa­chen das Phal­lo­i­des-Syn­drom (Die Lis­te ist nicht voll­stän­dig):

 

Die o.a. Ama­ni­ten ent­hal­ten be­son­ders viel Ama­ni­tin, ein Grü­ner Knol­len­blät­ter­pilz kann töd­lich sein.
Weiter­hin ent­halten die ge­nann­ten Ar­ten z.T. Phal­lo­to­xi­ne und Vi­ro­to­xi­ne. Die­se im Tier­ver­such gif­tig wir­ken­den Sub­stan­zen wer­den je­doch nicht über den Ma­gen-Darm-Ka­nal auf­ge­nom­men und sind da­her wohl im Zu­sam­men­hang mit Ver­gif­tun­gen durch Pilz­mahl­zei­ten zu ver­nach­läs­si­gen.